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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. Dezember 2013

AML des älteren Patienten: Längeres Überleben unter Decitabin durch häufigere Komplettremissionen

Eine aktuelle Auswertung der Studie von Kantarijan HM et al. zu Decitabin (Dacogen®)  hat gezeigt, dass das Erreichen einer CR/CRp (komplette Remission/komplette Remission ohne vollständige Erholung der Thrombozytenzahl) bei älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einem längeren Gesamtüberleben assoziiert ist (1). Bereits in einer früheren Auswertung wurde gezeigt, dass durch die Gabe von Decitabin mehr Patienten eine CR/CRp erreichen als mit dem bisherigen Standard niedrig dosiertem Cytarabin bzw. unterstützender Therapie (2).

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Decitabin ist eine Therapieoption für Patienten ab einem Alter von 65 Jahren mit neu diagnostizierter de novo oder sekundärer akuter myeloischer Leukämie (AML) gemäß der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), für die eine Standardinduktionstherapie nicht in Frage kommt (3). In der Zulassungsstudie waren 485 Patienten (≥65 Jahre) mit neu diagnostizierter AML eingeschlossen. 242 Patienten wurden über fünf Tage einmal täglich mit 20 mg/m² Decitabin behandelt. Im Vergleichsarm erhielten 215 Patienten niedrig dosiertes Cytarabin (über 10 Tage einmal täglich 20 mg/m² subkutan alle vier Wochen) und 28 Patienten eine unterstützende Behandlung (2).
 
Höheres Ansprechen unter Decitabin
 
Von den Patienten, die Decitabin erhielten, erreichten 43 eine CR/CRp. Im Vergleichsarm erreichten nur 19 Patienten eine CR/CRp (18% vs. 8%, p=0,001). Das Erreichen einer CR/CRp unter Decitabin war mit einem höheren Gesamtüberleben assoziiert verglichen mit der gesamten Patientengruppe. So war das Erreichen einer CR/CRp im Decitabin-Arm mit einem medianen Gesamtüberleben von 18,6 Monaten verbunden, während in der gesamten Patientengruppe das Gesamtüberleben bei 7,7 Monaten lag. Die aktuelle Auswertung zeigt damit, dass unter Decitabin ein höherer Anteil von Patienten eine CR/CRp und damit mehr Patienten ein längeres Gesamtüberleben erreichen können als unter niedrig dosiertem Cytarabin bzw. einer unterstützenden Therapie (1).
 
Die Therapie mit Decitabin zeichnet sich durch ein gut untersuchtes Nebenwirkungsprofil aus. Anzahl und Schweregrad der Nebenwirkungen waren mit denen von niedrig-dosiertem Cytarabin vergleichbar. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Thrombozytopenien (41%), Anämien (38%) und Neutropenien (32%) (3).
 
Weiterer Patientennutzen: Ambulante Anwendung sowie weniger Transfusionen und Krankenhausaufenthalte
 
Decitabin hat ein einfaches Behandlungsschema und kann auch ambulant angewendet werden. Ein Behandlungszyklus umfasst fünf aufeinanderfolgende Tage. Dies kann dem Patienten therapiefreie Wochenenden ermöglichen (3). Die Abhängigkeit von Bluttransfusionen ist bei AML-Patienten hoch und steigt während einer Chemotherapie meist noch an. Eine Auswertung der Daten aus der Zulassungsstudie ergab, dass eine Mehrheit der Patienten, die vor Beginn der Therapie mit Decitabin keine Thrombozyten-Transfusion benötigten, auch während der Behandlung transfusionsunabhängig blieben. Dieser Anteil lag unter Decitabin signifikant höher als unter der Therapie der Wahl (57% vs. 46%, p=0,0375). Desweiteren wurden unter der Therapie mit Decitabin signifikant mehr Patienten von einer Thrombozyten- oder Erythrozyten-Transfusion unabhängig (mind. 8 aufeinanderfolgende Wochen) als unter der Vergleichsmedikation (31% vs. 13%, p=0,0069 bzw. 26% vs. 13%, p=0,0026) (4).

Außerdem verbrachten die Patienten im Decitabin-Arm weniger Nächte im Krankenhaus als die Patienten im Vergleichsarm (34% vs. 39%) (4). Sowohl die geringe Transfusionsabhängigkeit als auch die kürzereren Krankenhausaufenthalte könnten einen günstigen Einfluss auf die Lebensqualität der älteren Patienten mit AML haben.

Literaturhinweise:
(1) Tomezckowski J et al., ISPOR 16th Annual European Congress, 2-6 November 2013 in Dublin, Ireland. Presentaton code: PSY6
(2) Kantarijan HM et al. J Cinl Oncol, 2012; 30(21):2670-2677
(3) Aktuelle DACOGEN®-Fachinformation
(4) Dass RN et al., Value in Health 2012; 15(7):A431

Quelle: Janssen
 
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