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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Dezember 2015

AML/FLT3-Mutation: Midostaurin verlängert Gesamtüberleben

Die Zugabe des Multikinase-Inhibitors Midostaurin zu einer Standardchemotherapie verlängert das ereignisfreie Überleben und das Gesamtüberleben von Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML), deren FLT3 (Fms-Related Tyrosine Kinase 3)-Gen mutiert ist.

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine der häufigsten Leukämiearten bei Erwachsenen. Unter diesen weist sie zugleich die niedrigste Überlebensrate auf. Während andere Blutkrebsentitäten dank der Einführung zielgerichteter Therapien in den letzten Jahren zunehmend besser behandelt werden können, wurde für die Therapie der AML seit 25 Jahren keine neue Behandlungsoption mehr zugelassen und damit auch keine Verbesserung der Prognose mehr erreicht. Hauptsubstanzen für die Therapie der Erkrankung sind Anthrazykline wie Daunorubicin, das in Kombination mit Cytarabin angewendet wird.

Bei etwa 30% der Patienten mit AML finden sich aktivierende Mutationen des FLT3 (Fms-Related Tyrosine Kinase 3)-Gens. Das Gen kodiert für eine Tyrosinkinase, die eine wichtige Rolle für das Wachstum und die Differenzierung von hämatopoetischen Stammzellen spielt. Patienten, die Träger dieser Mutation sind, haben eine schlechtere Prognose, da ihre Erkrankung aggressiver und die Wahrscheinlichkeit für Rezidive höher ist.

Mit Midostaurin (PKC412), einem Multikinase-Inhibitor, könnte für Patienten mit neu diagnostizierter AML und mutiertem FLT3 erstmals seit 30 Jahren eine neue Behandlungsoption verfügbar werden. Darauf deuten die Daten der multinationalen, randomisierten Phase-III-Studie RATIFY (Randomized AML Trial In FLT3 in patients <60 Years old) hin, die im Rahmen des 57. Jahreskongresses der American Society of Hematology (ASH) in Orlando/FL (USA) präsentiert wurden.

In der Studie wurde untersucht, ob die Zugabe von Midostaurin zu einer Standardchemotherapie mit Daunorubicin und Cytarabin das Überleben von jüngeren (18–60 Jahre) Patienten mit FLT3-mutierter AML verlängern kann. Die insgesamt 717 Studienteilnehmer erhielten randomisiert entweder Midostaurin (n = 360) oder Placebo (n = 357) zusätzlich zu der Standardchemotherapie als Induktionstherapie, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit dem Multikinase-Inhibitor für weitere 12 Monate.

Unter der additiven Behandlung mit Midostaurin verlängerte sich das mediane Gesamtüberleben signifikant (74,7 versus 25,6 Monate; Log-Rank-Test: p=0,0076; Hazard Ratio 0,77; 95%-Konfidenzintervall 0,62–0,95). Auch das ereignisfreie Überleben (Rezidiv, keine Komplettremission innerhalb von 61 Tagen nach dem Start der Induktionstherapie oder Tod jeglicher Ursache) erfuhr eine signifikante Verlängerung (8,0 versus 3,6 Monate; p=0,0032; Hazard Ratio 0,79; 95%-Konfidenzintervall 0,67–0,94). Der positive Effekt der Hinzunahme von Midostaurin zu einer Standardchemotherapie konnte für alle jüngeren FLT3-mutierten AML-Patienten nachgewiesen werden. Die Midostaurin-Therapie könnte somit in Zukunft zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose für diese Patientengruppe beitragen.

sw
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