Sonntag, 17. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
13. Mai 2015

ALK-positives NSCLC: Crizotinib-Weiterbehandlung auch bei Erkrankungsprogress sinnvoll

Crizotinib ist beim ALK-positiven, fortgeschrittenen NSCLC (nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom) eine wirksame Option, die Chemotherapie signifikant überlegen ist. Voraussetzung für die gezielte Therapie ist eine validierte Mutationsanalyse für ALK.

Anzeige:
 
 

Der orale, niedermolekulare, selektive ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor Crizotinib (Xalkori®) kann bei vorbehandelten Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenem NSCLC das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber Standardchemotherapie mehr als verdoppeln (7,7 Monate versus 3,0 Monate) und die objektive Ansprechrate (ORR) mehr als verdreifachen (65% versus 20%). Die Lebensqualität und belastende Symptome wie Husten, Atemnot, Schmerzen, Fatigue und Alopezie verbesserten sich unter der gezielten Therapie signifikant. Diese Ergebnisse der Phase-III-Studie PROFILE 1007 (1) präsentierte Prof. Dr. Jürgen Wolf, Köln, in Mannheim.

Auch das mediane Gesamtüberleben (OS) ist unter Crizotinib mit 23,0 Monaten versus 11,0 Monate signifikant länger als unter Chemotherapie, wie eine Auswertung des Netzwerks Genomische Medizin (NGM) feststellte (2). Bei einem Progress nach RECIST-Kriterien (response evaluation criteria in solid tumors) sei abhängig von der Dynamik der Erkrankung eine Weiterbehandlung mit dem ALK-TKI eine sinnvolle Option, erklärte Wolf. Einer retrospektiven Analyse der Studien PROFILE 1001 und 1005 zufolge verlängert sich das Gesamtüberleben unter CBPD (Crizotinib beyond progressive disease) von 10,8 Monaten (ohne CBPD) auf 29,6 Monate (3). Patienten mit lokalisiertem Rezidiv sollten Wolf zufolge bei fortgesetzter Crizotinib-Therapie mit lokalen Verfahren wie Operation oder Bestrahlung zur Rezidiv-Kontrolle behandelt werden.

Voraussetzung für die Behandlung mit dem ALK-TKI ist die Bestimmung des ALK-Translokationsstatus, die laut Empfehlung nationaler und internationaler Leitlinien beim NSCLC parallel zum EGFR-Mutationsstatus erfolgen sollte. Verfügbar sind ein FISH-Test (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) und ein Immunhistochemie (IHC)-Test. Die häufigsten ALK-Fusionsvarianten entstehen durch Inversion und Translokation, die zu einer rezeptorunabhängigen, intrazellulären Aktivierung der ALK-Tyrosinkinase führen und eine Signalkaskade induzieren, die in einer verstärkten Tumorproliferation resultiert.

Michael Koczorek, Bremen

Literaturhinweise:
(1) Shaw AT et al., N Engl J Med 2013; 308: 2385-94
(2) The Clinical Lung Cancer Genome Project ans Network Genomic Medicine, Sci Transl Med 2013; 5(209): 209ra153
(3) Ou S-H I et al., Ann Oncol 2014; 25(2): 415-22

Quelle: Fachpresseveranstaltung „Therapie des fortgeschrittenen, vorbehandelten ALK*-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC): "Weiterbehandlung mit Crizotinib (Xalkori®) bei Tumorprogression nach RECIST - Lebenszeit gewinnen, Lebensqualität erhalten", 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Mannheim, 20. April 2015; Veranstalter: Pfizer Oncology
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017