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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. September 2013

ADO 2013: Zielgerichtete Medikamente gegen Hautkrebs - Therapie der Nebenwirkungen

Im Zeitalter der personalisierten Medizin in der Onkologie kommen zunehmend zielgerichtete Therapeutika, sogenannte "targeted therapies" zum Einsatz. Sie entfalten ihre Wirkung durch Unterbindung oder deutliche Verminderung eines molekularen Signalweges, der für die Tumorerkrankung von entscheidender Bedeutung ist. Durch ihre zielgerichtete Angriffsweise weisen diese Medikamente im Vergleich zu konventionellen Chemotherapeutika den Vorteil eines optimalen Behandlungserfolges auf. Gleichzeitig werden deutlich weniger gesunde Zellen geschädigt.

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Zu den neuen zielgerichteten Medikamenten, die für das metastasierte Melanom im klinischen Alltag oder im Rahmen von Studien eingesetzt werden, zählen sogenannte "selektive BRAF-Inhibitoren" wie z.B. Vemurafenib und Dabrafenib sowie "selektiven MEK-Inhibitoren" wie z.B. Selumetinib und Trametinib. Bei beiden Substanzklassen stehen Nebenwirkungen im Vordergrund, die die Haut betreffen. Unter Therapie mit selektiven BRAF-Inhibitoren werden akut auftretende Hautausschläge (Exantheme), Hand-Fuß-Syndrom, extrem trockene Haut (Xerosis), Veränderungen der Haarstruktur, Haarausfall (Alopezie), Zysten/Milien, Strahlendermatitis sowie gutartige und bösartige Keratinozytenproliferationen wie Plattenepithelkarzinome beobachtet.

Weitere Nebenwirkungen können die Entstehung und Veränderung von Muttermalen (Nävi) sowie auch das Auftreten neuer maligner Melanome sein, häufig auf dem Boden eines vorbestehenden Muttermals. Eine spezifische Nebenwirkung kann auch eine ausgeprägte UVA-Photosensitivität sein, die zu schweren Lichtempfindlichkeitsreaktionen führen kann. UVA wird durch Glasscheiben nicht gefiltert, so dass für die betroffenen Patienten ein UV-Breitband-Lichtschutzfaktor mit möglichst hohem UVA-Anteil auch beim Autofahren oder in lichtdurchfluteten Räumen notwendig ist. Für das optimale Management aller Nebenwirkungen der Haut wird unter Therapie mit BRAF-Inhibitoren eine regelmäßige dermatologische Kontrolle alle 4 Wochen empfohlen.

Hautveränderungen, die unter Therapie mit MEK-Inhibitoren auftreten, erinnern an die bereits bekannten die Haut betreffenden Nebenwirkungen, die unter Therapie mit Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR)-Inhibitoren auftreten können. Daher gelten für die Prophylaxe und Therapieempfehlungen der unter MEK-Inhibitor-Therapie auftretenden Nebenwirkungen ähnliche Empfehlungen wie für die Hautveränderungen unter EGFR-Inhibitor-Therapie. Auch bei dieser Substanzklasse ist eine engmaschige dermatologische Anbindung zum Erhalt der Lebensqualität und zur Vermeidung von Therapieabbrüchen zu empfehlen.

Ein Register der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) sammelt Daten zu den Haut-spezifischen Nebenwirkungen der BRAF- und MEK-Inhibitoren, um deren Häufigkeiten zu untersuchen und eventuelle Zusammenhänge zu Patientencharakteristika und Therapieerfolg aufzudecken.

Für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte Basalzellkarzinom wurde im Juli 2013 der Smoothened-Rezeptor-Inhibitor Vismodegib zugelassen. Bei dieser Substanzklasse stehen allgemeine Nebenwirkungen wie Muskelkrämpfe, Geschmacksstörungen, Gewichtsverlust, Haarausfall und Abgeschlagenheit im Vordergrund. Da das Medikament fruchtschädigende Eigenschaften hat, müssen gebärfähige Patientinnen vor Beginn einer Behandlung über die Notwendigkeit einer sicheren Verhütung informiert sein.

Über die aktuellen Erkenntnisse zur Therapie der Nebenwirkungen bei zielgerichteten Medikamenten gegen Hautkrebs berichten Prof. Dr. Selma Ugurel, Würzburg, und Dr. Lisa Zimmer, Essen, auf dem 23. Deutschen Hautkrebskongress in Essen. Vom 26. bis 28. September 2013 präsentieren 600 Experten weitere neue wissenschaftliche Forschungsergebnisse, Entwicklungen und Behandlungsmethoden in der Dermatologischen Onkologie auf der Tagung, die von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) veranstaltet wird. Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm gibt es unter www.ado-kongress.de.

Quelle: ADO
 
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