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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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01. August 2018

mCRC: Breites Wirkspektrum und hohe Wirksamkeit von Aflibercept nutzen

„Bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) geht es bereits bei der ersten Therapieentscheidung darum, auch über weitere potenzielle Folgetherapien nachzudenken“, so das Resümee der Experten anlässlich einer Pressekonferenz während des diesjährigen World Congress of Gastrointestinal Cancer (WCGiC) in Barcelona, Spanien, unter dem Vorsitz von Prof. Dirk Arnold, Lissabon/Hamburg. Die Therapieentscheidung orientiere sich am Therapieziel sowie den patienten- und tumorbedingten Faktoren. Ab der zweiten Therapielinie sei zudem die Vorbehandlung zu berücksichtigen. Die Zweitlinientherapie mit Aflibercept/FOLFIRI (5-FU/Folinsäure, Irinotecan), die nach Oxaliplatin-Vortherapie zugelassen ist, habe hier den Vorteil, wirksam und breit einsetzbar zu sein.
Die Kombination Aflibercept/FOLFIRI ist laut Arnold eine wirksame und klinisch gut handhabbare Therapieoption für Patienten mit mCRC nach Oxaliplatin-Behandlung (1). Einen wichtigen Vorteil der Aflibercept-Kombination sieht Arnold darin, dass die retrospektive Auswertung von Gewebeproben aus der VELOUR-Zulassungsstudie daraufhin deutet, dass Aflibercept unabhängig vom RAS- und BRAF-Status und unabhängig von der primären Tumorlokalisation einsetzbar ist (2). Aflibercept/FOLFIRI kann bei mit Oxaliplatin vorbehandelten Patienten sowohl nach anti-EGFR-gerichteter Vortherapie als auch nach Erstlinien-Behandlung mit einem anti-VEGF-gerichteten Antikörper eingesetzt werden (3).

Aflibercept/FOLFIRI ist breit einsetzbar

„Das breite Einsatzspektrum, inklusive der Wirksamkeit auch nach vorangegangener antiangiogener Therapie, basiert auf dem breiten antiangiogenen Wirkansatz“, betonte Arnold. Aflibercept binde an die vaskulären endothelialen Wachstumsfaktoren VEGF-A und -B sowie an den Plazenta-Wachstumsfaktor (PlGF) (4,5). Alle 3 Liganden seien für das Ansprechen auf eine antiangiogene Therapie von Bedeutung. Dies könnte erklären, warum Aflibercept auch nach Versagen einer antiangiogenen Vortherapie wirkt. In der Zulassungsstudie VELOUR erreichte Aflibercept/FOLFIRI unabhängig davon, ob die Patienten bereits mit Bevacizumab vorbehandelt waren, einen signifikanten medianen Überlebensvorteil gegenüber FOLFIRI alleine (HR=0,817; p=0,0032) (1). Plasma-Daten aus der VELOUR-Studie unterstreichen, dass es möglicherweise der 3-fache antiangiogene Wirkansatz ist, der es ermöglicht, Resistenzen gegenüber Bevacizumab zu überwinden (6). Die retrospektive Auswertung von Gewebeproben aus der VELOUR-Studie (2) bestätige zudem, dass Aflibercept unabhängig vom RAS- und BRAF-Status wirke und, dass die Lokalisation des Primärtumors im rechten oder linken Kolon keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Aflibercept hat.

„Real-world"-Daten bestätigen Wirksamkeit bei guter Lebensqualität

Die Wirksamkeit von FOLFIRI/Aflibercept zeigt sich auch unter klinischen Alltagsbedingungen. Die Tumorrückbildungsrate liege im klinischen Alltag mindestens im Bereich der Phase-III-Zulassungsstudie VELOUR (ORR: 19,8%), tendenziell sogar höher (1,7,8). In der nicht-interventionellen Studie QoLiTRAP7 beispielsweise erreichte die Kombination unabhängig von der Vorbehandlung bei 25% der Patienten eine objektive Tumorrückbildung (Tumorrückbildung ≥ 30% nach RECIST 1.1) – dies bei gleichzeitig stabiler Lebensqualität. Daten aus Großbritannien zeigen nach Bevacizumab-Vorbehandlung bei 29% der Patienten eine objektive Tumorremission (8). Die vergleichsweise hohe Tumorrückbildungsrate und stabile Lebensqualität sind laut Arnold Ausdruck der guten Wirksamkeit und Handhabbarkeit von Aflibercept im klinischen Alltag. Die eigene klinische Erfahrung bestätige dies. Wichtig ist laut Arnold, dass auch ältere Patienten – so sie Chemotherapie-fit sind – von Aflibercept/FOLFIRI profitierten und die Kombination vertragen (9).

Indikation für Aflibercept/FOLFIRI im klinischen Alltag

Eine bevorzugte Indikation für Aflibercept/FOLFIRI sieht Arnold speziell bei Patienten mit mCRC und eher aggressiver Tumorbiologie, schneller Proliferation sowie ausgeprägter Metastasenlast, speziell auch viszeralen Metastasen. Bei diesen Patienten sei eine Tumorrückbildung ein wichtiges Therapieziel. Die RAS- und BRAF-Testung ist im klinischen Alltag obligat, sei aber kein Kriterium für oder gegen den Einsatz von Aflibercept. Für BRAF-mutierte Patienten sei Aflibercept/FOLFIRI eine wichtige Option. Die Therapieoptionen seien bei diesen meist aggressiv wachsenden Tumoren limitiert und Aflibercept/FOLFIRI zeige eine gute Wirksamkeit (2).

Wichtige Daten für die Zukunft wird laut Arnold die derzeit laufende PERMAD-Studie (10) liefern. Sie untersucht, ob es prognostisch sinnvoll ist, anhand von Marker-Veränderungen, zum Beispiel dem PlGF- und VEGF A-Anstieg, einen Progress unter anti-VEGF-gerichteter Behandlung frühzeitig zu erkennen und bereits vor den klinischen Manifestationen die angiogene Therapie auf Aflibercept zu wechseln.
Quelle: Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) van Cutsem E et al. JCO 2012;30:3499-3506.
(2) van Cutsem E et al. Ann Oncol 2017;28(suppl 3):O-012.
(3) Van Cutsem E et al. Ann Oncol 2014;35(suppl 3):iii1-9.
(4) Holash J et al. Proc Natl Acad Sci USA 2002;99:11393-11398.
(5) Tew WP et al. Clin Cancer Res 2010;16(1):358–366.
(6) Wirapati P et al. JCO ASCO 2017;#3538.
(7) Hofheinz RD et al. JCO 2016;34(suppl)4S:681a.
(8) Flaum et al. Ann Oncol 2016;27:P-061.
(9) Ruff P et al. J Geriatric Oncol 2018;9(1):32-39.
(10) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02331927.
 
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