Samstag, 26. Mai 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
28. Februar 2018

mCRC: Vielversprechende Daten zur Zweitlinientherapie mit Aflibercept

In der Therapie von Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom hat sich das humane, rekombinante Fusionsprotein Aflibercept in Kombination mit FOLFIRI als wirksame Behandlungsoption nach Oxaliplatin-haltiger Vortherapie etabliert. Beim ASCO GI in San Francisco verdeutlichte Prof. Dr. Sebastian Stintzing, Ludwig-Maximilians-Universität München, erneut die Bedeutung von Aflibercept hinsichtlich Effektivität und Verträglichkeit. Bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) ist für die Wahl der Zweitlinientherapie die Beobachtung relevant, dass sich das Spektrum pro-angiogener Faktoren unter der Erstlinientherapie und vor der Progression verändert, so Stintzing (1,2). Insbesondere komme es zu einem Anstieg von PlGF (Placental Growth Factor) und VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor). Dies sei eine Rationale für den Einsatz des antiangiogen wirkenden Antikörpers Aflibercept, der spezifisch die Liganden des VEGF-A, VEGF-B sowie PIGF blockiert und damit die Aktivierung des Rezeptors verhindert.
Anzeige:
 
 
Stintzing folgert: „Vor diesem Hintergrund ist ein Wechsel der Kombinationstherapie von Bevacizumab/FOLFOX nach Versagen der Erstlinie gegen Aflibercept/FOLFIRI zweckmäßig“. In der für die Zweitlinientherapie des mCRC zulassungsrelevanten Phase-III-Studie VELOUR hatten die Studienteilnehmer unter der Behandlung mit Aflibercept plus FOLFIRI (5-Fluorouracil, Folinsäure, Irinotecan) ein medianes Gesamtüberleben (OS) von 13,5 Monaten im Vergleich zu 12,1 Monaten unter Placebo plus FOLFIRI erreicht (3). Dies entsprach einer Risikoreduktion um 16% zugunsten der Behandlung mit Aflibercept (Hazard Ratio (HR)=0,817; 95%-Konfidenzintervall (KI):0,713–0,937; p=0,0032). Der Überlebensvorteil wurde konsistent in allen vordefinierten Subgruppen erreicht.

Retrospektive Subgruppenauswertung hinsichtlich Mutationen

„Kürzlich konnte eine weitere, retrospektive Analyse der VELOUR - Daten zeigen, dass die Effektivität von Aflibercept möglicherweise besonders hoch bei Patienten ist, die eine BRAF-Mutation (HR=0,42) vorliegen haben “ so Stintzing. Insgesamt wurden 482 Gewebeproben, für die RNA-Daten vorlagen, innerhalb der sogenannten „Biomarker-Analyse“ ausgewertet, davon hatten 36 Patienten eine BRAF-Mutation. Die Ergebnisse der Biomarker-Subgruppenanalyse waren repräsentativ für die Gesamt-Intent-to-Treat (ITT)-Population (n=1.226) (4,5). Neben den BRAF-mutierten Patienten scheinen auch besonders deutlich die RAS- bzw. KRAS-Wildtyp Patienten (HR=0,70 bzw. 0,74) zu profitieren (4).

Weitere Forschungsaktivität in dieser Indikation

Wie der Onkologe Stintzing berichtete, gab es auf dem ASCO GI zum Kolorektalkarzinom 2 spannende Poster zum Einsatz von Aflibercept (6,7). In der metastasierten Situation wurden Daten zu einer für Deutschland ungewöhlichen 5-FU/Irinotecan (FOFIRI3) Kombination und Aflibercept gezeigt (6). Dabei waren die Effektivitätsdaten im erwarteten Bereich der Zulassungsstudie VELOUR. Des Weiteren wurde der explorative Einsatz von Aflibercept in der Zweitlinie im perioperativen Bereich bei Lebermetastasen präsentiert (7). Auch in Deutschland laufen aktuell 2 AIO Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Aflibercept (8). Zum einen als mögliche Erstlinienkombination bei älteren Patienten mit metastasiertem Kolonkarzinom, zum anderen in Kombination mit Chemotherapie in der perioperativen Situation des Rektumkarzinoms. Aflibercept ist zugelassen für die Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms in Kombination mit FOLFIRI nach Versagen einer Oxaliplatin-haltigen Vortherapie (9).
Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) Kopetz S et al. J Clin Onc 2010; 453 (v1.0) p. 3.
(2) Lieu CH et al. PLoS One 2013; e77117 (v1.0) p. 1
(3) Van Cutsem E et al. J Clin Oncol 2012; 30:3499-3506
(4) Wirapati P, et al. J Clin Oncol. 2017;35 (suppl; abstr 3538)
(5) Wirapati, P. et al. Ann. Oncol.WCGIC 2017 Abstracts (LBA-005); suppl.3: 151-152; presented by Tejpar, S.
(6) Candice et al.(2018) J Clin Oncol 36, 2018 (suppl 4S; abstr 817)
(7) Munoz Martin et al.(2018): J Clin Oncol 36, 2018 (suppl 4S; abstr 862)
(8) AIO Studienportal: AIO-KRK-0117 und AIO-KRK-0213 http://www.aio-portal.de/index.php/studien.html(Stand: 16.02.2018)
(9) FachinformationAflibercept;Stand September 2017 (Deutschland)
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs