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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Dezember 2017

CAR-T-Zellen auch beim multiplen Myelom in einer vielversprechenden Entwicklung

Körpereigene T-Lymphozyten, denen gentechnisch ein chimärer Antigenrezeptor (CAR) eingepflanzt wird (CAR-T-Zellen), sind eine große Hoffnung für die Behandlung von Patienten mit „austherapierten“ – vor allem hämatologischen – Krebserkrankungen. Was bei der pädiatrischen akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bereits nachgewiesen und in den USA auch schon zugelassen ist, wird nun auch für andere Malignome wie das multiple Myelom getestet.
Hier bietet sich als Zielstruktur für den chimären Rezeptor das „B cell maturation antigen“ (BCMA) an, das auf allen Plasmazellen exprimiert wird. In einer Phase-I-Studie, die Adam Cohen, Philadelphia, USA, bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Atlanta vorstellte (1), wurden Patienten mit refraktärem multiplen Myelom zunächst in 3 Kohorten eingeteilt, in denen sie entweder eine hohe Dosis der präparierten körpereigenen T-Zellen alleine oder 2 verschiedene Dosierungen zusammen mit einer zytoreduktiven Therapie aus Cyclophosphamid erhielten.

Vor allem die höhere -Dosis von BCMA-CAR-T-Zellen (108 Zellen) zeigte in Kombination mit der vorangegangenen Chemotherapie erhebliche Aktivität bei diesen schwierig zu therapierenden Patienten: 11 von bisher 24 auswertbaren Patienten (47%) erzielten damit mindestens partielle Remissionen, die aber in der Regel nicht sehr lange anhielten. Die Wirksamkeit hing nicht von der Höhe der BCMA-Expression auf den Myelomzellen ab, aber bei Patienten, bei denen die Wirkung wieder nachließ, war das Antigen auf den Plasmazellen nicht mehr vorhanden. Offenbar, so Cohen, stellt das einen Resistenzmechanismus dar, mit dem sich die Myelomzellen vor dem Angriff der spezifischen T-Zellen schützen können.

Die häufigste Nebenwirkung, die aber gut beherrschbar ist, scheint auch hier ähnlich wie bei der ALL ein Zytokinsturm zu sein. Von den Patienten, die die CAR-T-Zellen mit der zytoreduktiven Chemotherapie bekamen, musste keiner den Anti-Interleukin-6-Antikörper Tocilizumab erhalten. In 3 von 9 Fällen war der Zytokinsturm vom Schweregrad 3, Grad 4 trat nicht auf. Ein Patient entwickelte eine vorübergehende Neurotoxizität (Konfusion und Aphasie vom Grad 2), die sich aber wieder zurückbildete.

Die Ergebnisse zeigen, dass die CAR-T-Technologie in vielen Bereich der Hämatologie Chancen haben dürfte, dass die Anwendung aber nicht immer ganz einfach zu sein scheint.


Josef Gulden
59. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH 2017)
Literatur:
(1) Updated Safety and Efficacy of B-cell Maturation Antigen (BCMA)-specific Chimeric Antigen Receptor T Cells (CART-BCMA) for Refractory Multiple Myeloma (MM), presented at ASH 2017, #505.
 
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