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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. November 2017

NSCLC: Pembrolizumab verlängert medianes OS im Vergleich zu Chemotherapie um mehr als das Doppelte

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-024 untersuchte den PD-1 (Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) als Monotherapie im Vergleich zu einer Platin-haltigen Chemotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und hoher Tumor-PD-L1-Expression (TPS* ≥ 50%) in der Erstlinie. In die Studie wurden Patienten mit NSCLC unabhängig von der Tumorhistologie eingeschlossen, die keine genomischen Tumoraberrationen vom EGFR**- oder ALK***-Typ aufgewiesen hatten. Die Ergebnisse des mehr als zweijährigen Follow‑ups wurden auf der 18. World Conference on Lung Cancer (WCLC) vorgestellt (Abstract OA 17.06).
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Die Daten aus weiteren 6 Monaten Follow-up zeigten weiterhin eine Reduktion des Sterberisikos um 37% unter Pembrolizumab verglichen mit einer Chemotherapie – basierend auf einem mehr als zweijährigen medianen Follow-up (HR: 0,63; 95%‑KI: 0,47-0,86; pnominal = 0,002). Darüber hinaus verlängerte Pembrolizumab das OS um mehr als ein Jahr im Vergleich zur Chemotherapie-Gruppe bzw. konnte das OS unter Pembrolizumab verglichen mit dem Chemotherapie-Arm mehr als verdoppelt werden (Pembrolizumab: 30,0 Monate; 95%-KI: 18,3 bis nicht erreicht; Chemotherapie: 14,2 Monate; 95%-KI: 9,8-19,0).
 
„Dank dieser aktualisierten Ergebnisse gewinnen Ärzte wertvolle Einblicke in den längerfristigen klinischen Nutzen von Pembrolizumab in der Erstlinie bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom“, sagte Prof. Martin Reck, Leiter der Abteilung Onkologie, LungenClinic Grosshansdorf. „Die signifikanten Ergebnisse zum Gesamtüberleben aus der KEYNOTE-024-Studie, die Patienten mit einer schlechten Prognose einschloss, bekräftigen den Einsatz von Pembrolizumab bei geeigneten Patienten in der Erstlinientherapie der Erkrankung.“
 
Daten aus der KEYNOTE-024-Studie (Abstract OA 17.06)

In der Studie KEYNOTE-024 wurden 305 Patienten mit metastasierendem NSCLC untersucht, die entweder Pembrolizumab als Monotherapie (n = 154) oder die Standardversorgung, d.h. eine Platin-haltige Chemotherapie (n = 151), erhielten. Eingeschlossen wurden Patienten ohne systemische Chemotherapie als Vorbehandlung für die fortgeschrittene Tumorerkrankung, deren Tumoren keine EGFR- oder ALK-positiven Tumormutationen aufwiesen und für deren Tumoren eine hohe Tumor-PD-L1-Expression (TPS ≥ 50%) mittels eines validierten Biomarkertests im Zentrallabor nachgewiesen werden konnte.

Der primäre Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (Progression Free Survival, PFS). Der zentrale sekundäre Endpunkt war das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS). Weitere sekundäre Endpunkte umfassten die Gesamtansprechrate (Overall Response Rate, ORR) und die Sicherheit. Zu den explorativen Endpunkten zählte die Ansprechdauer.
 
Die auf dem WCLC vorgestellten Daten basieren auf einem medianen Follow-up von 25,2 Monaten bei 305 Patienten. Die Daten beinhalten Ergebnisse von 82 Patienten, die im Rahmen des Studien-Crossovers gemäß dem Studienprotokoll aus der Chemotherapie-Gruppe in die Pembrolizumab-Gruppe wechselten. Zudem erhielten außerhalb des Studien-Crossovers 12 Patienten eine Anti-PD-L1-Therapie. Insgesamt entsprach dies einer effektiven Crossover-Rate von 62,3%.
 
Eine Analyse des OS basierend auf einem Follow-up von weiteren 6 Monaten zeigte, dass das mediane OS für die Pembrolizumab-Gruppe 30,0 Monate (95%‑KI: 18,3 bis nicht erreicht) und für die Chemotherapie-Gruppe 14,2 Monate (95%-KI, 9,8-19,0) betrug. Übereinstimmend mit bereits berichteten Ergebnissen war Pembrolizumab im Vergleich zur Chemotherapie zudem mit einem um 37% reduzierten Sterberisiko verbunden (HR: 0,63; 95%-KI: 0,47-0,86; nominaler p = 0,002). Die OS-Rate nach 24 bzw. 12 Monaten lag in der Pembrolizumab-Gruppe bei 51,5% bzw. 70,3% und in der Chemotherapie-Gruppe bei 34,5% bzw. 54,8%.
 
Die ORR betrug 45,5% (95%-KI: 37,4-53,7) in der Pembrolizumab-Gruppe verglichen mit 29,8% (95%-KI: 22,6-37,8) in der Chemotherapie-Gruppe. Die mediane Ansprechdauer war unter Pembrolizumab noch nicht erreicht (Spanne: 1,8+ bis 20,6+ Monate) im Vergleich zu 7,1 Monaten (Spanne: 2,1+ bis 18.1+ Monate) unter Chemotherapie.
 
Konsistente Sicherheitsdaten zu Pembrolizumab

Die Sicherheit von Pembrolizumab entsprach den Ergebnissen aus früheren Studien bei Patienten mit metastasierendem NSCLC. Nebenwirkungen der Schweregrade 3 bis 5 traten bei 31,2% der Patienten in der Pembrolizumab-Gruppe auf. Die häufigsten Nebenwirkungen unter Pembrolizumab waren: Diarrhö, Fatigue, Fieber, Juckreiz, Übelkeit, verminderter Appetit und Hautausschlag. Die häufigsten immunvermittelten unerwünschten Ereignisse unter Pembrolizumab waren Hypothyreose, Pneumonitis, Hyperthyreose, schwere Hauttoxizität und Infusionsreaktionen. In der Gruppe, die Pembrolizumab erhielt, wurde ein Therapie-bedingter Todesfall verzeichnet.

* TPS = Tumor Proportion Score (prozentualer Anteil PD-L1-positver Tumorzellen einer Gewebeprobe).
** EGRF = Epidermal Growth Factor Receptor (epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor).
*** ALK = Anaplastic Lymphoma Kinase (anaplastische Lymphomkinase).
MSD
 
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