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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Oktober 2017

Kommunikation zwischen Ärzten und Krebspatienten verbessern

Was erhofft sich ein Krebspatient von der Behandlung? Vor und während einer Krebstherapie müssen viele Fragen beantwortet und wegweisende Entscheidungen getroffen werden. Wichtig dabei: eine gute Kommunikation zwischen den Beteiligten, denn Patienten sollten laut Patientenrechtegesetz in alle medizinischen Entscheidungen eingebunden werden. Erstmalig in einem Krebszentrum in Deutschland wird jetzt im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) untersucht, wie die gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patient besser in den medizinischen Alltag integriert werden kann.
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„Bisher werden Therapieentscheidungen selten gemeinsam von Arzt und Patient getroffen“, erklärt Dr. Isabelle Scholl, die am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie des UKE die Arbeitsgruppe „Patientenzentrierte Versorgung: Evaluation und Umsetzung“ leitet. „Zu häufig werden medizinische Entscheidungen von einem oder mehreren Ärzten getroffen, ohne die Präferenzen und Lebensumstände des Patienten zu berücksichtigen“, sagt die Psychologin und Versorgungsforscherin. Um diese Probleme anzugehen, hat Scholl mit ihrem Team ein Programm entwickelt, das helfen soll, die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient standardmäßig in den medizinischen Alltag zu integrieren. Wesentliche Bausteine dieses Programms sind etwa Schulungen für Ärzte und Pflegekräfte und die Bereitstellung von Patientenmaterialien.

Programm wird im Krebszentrum des UKE erprobt

„Wir wollen nun – erstmalig an einem Krebszentrum in Deutschland – prüfen, ob dieses Programm dazu führt, dass die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient besser umgesetzt wird“, erklärt die Wissenschaftlerin. Sie will mit ihrem Team rund 1.400 Krebspatienten und etwa 70 Ärzte und 150 Pflegekräfte befragen und – mit Einverständnis der Beteiligten – auch Patientengespräche aufnehmen und auswerten. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit Anfang Oktober für drei Jahre mit insgesamt knapp 400.000 Euro gefördert.

Der Ärztliche Leiter des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des UKE, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, begrüßt die neue Untersuchung: „Die enormen Fortschritte in der modernen Krebsmedizin haben einen positiven Einfluss auf die Heilungsraten unserer Patienten. Dafür sind jedoch komplexe Behandlungsstrategien notwendig. Diese erfordern eine bessere Aufklärung unserer Patienten, um sie an Entscheidungen über eine Therapie aktiv teilhaben zu lassen. Dieser Aspekt der Patientenpartizipation ist eine wichtige Forderung im Nationalen Krebsplan und für das Krebszentrum des UKE ein zukunftsweisender Forschungsschwerpunkt.“

Auch Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psychologie und einer der beiden Moderatoren des Forums Patientenorientierung des UKE, sieht in der Untersuchung ein richtungsweisendes Projekt für die erfolgreiche Arzt-Patienten-Kommunikation: „Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Umsetzung von wirksamen Kommunikationstrainings für medizinische Teams und der Entwicklung von überprüfbaren Entscheidungshilfen für Patienten. Das neue Projekt bündelt dieses Wissen und hat die große Chance, einen Weg aufzuzeigen, wie wir zu einer zwischen Ärzten und Patienten sowie ihren Angehörigen abgestimmten Entscheidung über Behandlungsmaßnahmen gelangen, die den Wünschen der Betroffenen besser entsprechen.“
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
 
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