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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. September 2017

Wirksamkeit von Atezolizumab beim NSCLC erneut bestätigt

Die PD-L1-Inhibition mit Atezolizumab ist der Standardchemotherapie mit Doxetacel bei bereits vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) signifikant überlegen (1). Das belegen erneut aktuelle Daten der Phase-III-Studie OAK (2,3), die beim diesjährigen Jahrestreffen der European Society of Medical Oncology (ESMO) in Madrid, Spanien, vorgestellt wurden. So zeigten unterschiedliche Bestimmungsmethoden des PD-L1-Status vergleichbare Ergebnisse: Alle Patienten – auch diejenigen ohne PD-L1-Expression – profitieren von der Antikörper-Therapie. Eine weitere auf dem ESMO vorgestellte Analyse zeigte, dass besonders Patienten mit einem vollständigen und partiellen Ansprechen von der Behandlung mit Atezolizumab profitieren, sich ein verlängertes Gesamtüberleben jedoch auch für Patienten mit Krankheitsstabilisierung oder Progression beobachten ließ – und somit unabhängig vom radiologischen Ansprechen war.
Im vergangenen Jahr belegte die Primäranalyse der randomisierten Phase-III-Studie OAK (n = 850), dass bereits vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC einen signifikanten Überlebensvorteil von median 4,2 Monaten erreichten, wenn sie Atezolizumab anstelle von Docetaxel erhielten (13,8 vs. 9,6 Monate). Damit konnte das bislang längste mediane Gesamtüberleben (OS) beim vorbehandelten fortgeschrittenen NSCLC erzielt werden. Zugleich reduzierte Atezolizumab das Mortalitätsrisiko der Patienten gegenüber Docetaxel signifikant um 27% (HR=0,73; p=0,0003) (1).

OS-Vorteil bei jedem PD-L1-Status: Unterschiedliche Bestimmungsmethoden, vergleichbare Ergebnisse

Eine neue Subgruppenanalyse untersuchte, ob der Wirksamkeitsvorteil von Atezolizumab auch mithilfe einer alternativen immunhistochemischen PD-L1-Testung (PD-L1 IHC Assays) und unabhängig von der PD-L1-Expression bestätigt werden kann (2). So kam die Untersuchung mit Dako 22C3 Assay zu vergleichbaren Ergebnissen wie der SP142 IHC Assay bei der ursprünglichen OAK-Auswertung: Auch in der auf dem ESMO vorgestellten Auswertung zeigte sich ein signifikanter OS-Vorteil unter der Therapie mit Atezolizumab unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression. Außerdem wurde bestätigt, dass auch Patienten mit niedriger PD-L1-Expression (TC0/IC0 oder TPS < 1%) signifikant länger unter der Antikörperbehandlung überlebten und das unabhängig vom verwendeten PD-L1-Test (SP142: HR= 0,55 bzw. 22C3: HR= 0,61) (2). Der Grad der PD-L1-Expression gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit des Therapieansprechens mit einem PD-L1-Inhibitor. Da auch Patienten mit geringer oder keiner Expression des Proteins PD-L1 von Atezolizumab profitieren, bedarf es keiner entsprechenden Testung vor Beginn der Behandlung.

Auch Patienten ohne radiologisches Ansprechen auf Atezolizumab profitieren von der Therapie

Eine weitere auf dem ESMO vorgestellte Subgruppenanalyse (3) zum besten Gesamtansprechen (Best Overall Response, BOR; definiert nach RECIST v1.1) zeigt, dass zwar insbesondere Patienten mit vollständigem und partiellen Ansprechen (CR/PR) von der Therapie mit Atezolizumab profitieren, sich ein Benefit jedoch auch für die Patienten ohne radiologisches Ansprechen beobachten ließ: So reduzierte die Behandlung mit Atezolizumab in der Patientengruppe mit Ansprechen auf die Therapie das Mortalitätsrisiko um 68% (HR=0,32; 95%-KI: 0,16-0,63). Während das mediane OS in der Docetaxel-Gruppe 20,0 Monate betrug, war dieses zum Zeitpunkt der Subgruppenauswertung unter Atezolizumab noch nicht erreicht. Auch die mediane Dauer des Ansprechens fiel unter dem monoklonalen Antikörper deutlich besser aus als unter der Docetaxel-Therapie: Patienten sprachen im Median über 10 Monate länger auf die Behandlung mit dem PD-L1-Inhibitor an (16,3 vs. 6,2 Monate). Interessanterweise zeigte sich mit einer Hazard Ratio von 0,70 bzw. 0,72 weiterhin eine Verlängerung des OS für Patienten mit Krankheitsstabilisierung (17,6 vs. 13,0 Monate) oder Progression (7,3 vs. 6,4 Monate) als bestes Gesamtansprechen unter Atezolizumab. Dieser Vorteil im Gesamtüberleben deutet darauf hin, dass auch Patienten ohne radiologisches Ansprechen einen klinischen Nutzen von der Behandlung haben (3).
Roche
Literatur:
(1) Rittmeyer A et al. Lancet 2017; 389 (10066): 255-65
(2) Gadgeel S et al. ESMO 2017 (Oral Presentation)
(3) De Marinis F et al. ESMO 2017 (Oral Presentation)
 
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