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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. März 2017 Seite 2/2
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Doppelter Therapieerfolg zum Bruchteil des Preises

Gemeinsam mit der Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) hat die St. Galler Gruppe um ihren Leiter Prof. C. Driessen kürzlich eine klinische Testung einer Therapie mit Nelfinavir bei Myelompatienten in der Schweiz vorgenommen. Die Ergebnisse der Studie zeigten ein Therapieansprechen bei 65% der Patienten, und damit eine deutlich höhere Rate an Wirksamkeit im indirekten Vergleich mit der aktuellen Standardtherapie oder auch zu den neuen Medikamenten der nächsten Generation. Als „Nelfinavir-Driessen“ wurde der Substanz mittlerweile von der Swissmedic der Status als „orphan drug“ zur Behandlung des Multiplen Myeloms zuerkannt. Die Studie wurde unlängst von der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) als eine von sechs Arbeiten aus dem Bereich „Neue Myelom-Medikamente“ zur Vortragspräsentation anlässlich der ASH Jahrestagung ausgewählt.

Nicht bekannt ist bislang, mit Hilfe welcher Mechanismen bzw. über welche molekulare Zielstruktur Nelfinavir zu diesem Therapieerfolg und dem Absterben der vorher resistenten Myelomzellen führt. Dies soll jetzt in Laboruntersuchungen ergründet werden. Mit diesem Wissen kann einerseits diese Therapie in Zukunft zielgerichteter eingesetzt werden; zum anderen können damit neue Medikamente entwickelt werden, welche den hier erstmals beobachteten therapeutischen Effekt noch besser ausnutzen können.

Weitere Therapiepotenziale heben

Dieser Therapieerfolg zeigt exemplarisch auf, dass ein wahrscheinlich großes Therapiepotenzial von sehr vielen „alten“ Medikamenten für die moderne (Krebs-) Medizin nicht erschlossen wird, unter anderem weil dies den kommerziell getriebenen Mechanismen der Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente entgegenläuft. Für die erfolgreiche und sichere Behandlung von Patienten, den medizinischen Fortschritt und die zukünftige Stabilität des Gesundheitssystems könnte jedoch ein konsequentes Erforschen und Entwickeln des therapeutischen Potenzials „alter“ Medikamente mit den Methoden der modernen Biologie eine wichtige, bisher kaum genutzte Option darstellen.
Wilhelm Sander-Stiftung
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