Samstag, 24. August 2019

08. Januar 2019 Lungenarterienembolie beim Magenkarzinom

Venöse Thromboembolien (VTEs) stellen eine häufige Komplikation bei Tumorpatienten dar. Die antikoagulatorische Therapie ist aufgrund hoher Raten an thromboembolischen Rezidiven und Blutungen eine Herausforderung. Die längerfristige Applikation von niedermolekularem Heparin (NMH) hat sich in mehreren Studien bei vergleichbarem Sicherheitsprofil gegenüber der Einnahme von Vitamin K-Antagonisten (VKA) überlegen gezeigt. Zwei Studien mit den direkten oralen Antikoagulantien (DOAK) Edoxaban und Rivaroxaban bei Tumorpatienten mit VTE zeigten, dass DOAK mit einer verbesserten Wirksamkeit, zugleich aber mit einem gesteigerten Blutungsrisiko assoziiert sind. Im klinischen Alltag muss daher bei tumorassoziierter VTE die antikoagulatorische Therapie individuell angepasst werden – an die Krebserkrankung, Komorbiditäten sowie die persönliche Präferenz des Patienten. Wir präsentieren hier den Fall einer Patientin mit Magenkarzinom, die postoperativ Lungenarterienembolien erlitt.
Dr. med. Minna Voigtländer, Prof. Dr. med. Florian Langer, Hamburg
II. Medizinische Klinik u. Poliklinik
Hubertus Wald Tumorzentrum –
Universitäres Cancer Center
Hamburg (UCCH)
Universitätsklinikum Eppendorf
Martinistr. 52
20246 Hamburg
EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich