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KASUISTIKEN
08. Januar 2019

Lungenarterienembolie beim Magenkarzinom

Venöse Thromboembolien (VTEs) stellen eine häufige Komplikation bei Tumorpatienten dar. Die antikoagulatorische Therapie ist aufgrund hoher Raten an thromboembolischen Rezidiven und Blutungen eine Herausforderung. Die längerfristige Applikation von niedermolekularem Heparin (NMH) hat sich in mehreren Studien bei vergleichbarem Sicherheitsprofil gegenüber der Einnahme von Vitamin K-Antagonisten (VKA) überlegen gezeigt. Zwei Studien mit den direkten oralen Antikoagulantien (DOAK) Edoxaban und Rivaroxaban bei Tumorpatienten mit VTE zeigten, dass DOAK mit einer verbesserten Wirksamkeit, zugleich aber mit einem gesteigerten Blutungsrisiko assoziiert sind. Im klinischen Alltag muss daher bei tumorassoziierter VTE die antikoagulatorische Therapie individuell angepasst werden – an die Krebserkrankung, Komorbiditäten sowie die persönliche Präferenz des Patienten. Wir präsentieren hier den Fall einer Patientin mit Magenkarzinom, die postoperativ Lungenarterienembolien erlitt.
Dr. med. Minna Voigtländer, Prof. Dr. med. Florian Langer, Hamburg
II. Medizinische Klinik u. Poliklinik
Hubertus Wald Tumorzentrum –
Universitäres Cancer Center
Hamburg (UCCH)
Universitätsklinikum Eppendorf
Martinistr. 52
20246 Hamburg
 
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