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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. Juni 2016

Zwei Drittel der Bayern sagen Ja zu Selbstzahlerleistungen

71% der bayerischen Patienten, die von ihrem Arzt sogenannte IGeL-Angebote bekommen, haben sie auch mindestens ein Mal in Anspruch genommen. Das zeigt eine neue Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt hat. Die individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehören laut Gesetz nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassen dürfen die Zusatzleistungen daher nicht übernehmen, der Versicherte muss sie privat zahlen.

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Sowohl in Bayern als auch bundesweit gibt die Hälfte der Befragten an, von ihrem Arzt mindestens schon ein Mal IGeL-Angebote bekommen zu haben. Besonders aktiv scheinen die bayerischen Zahnärzte zu sein. 72% der Versicherten im Freistaat wurde bereits die professionelle Zahnreinigung angeboten. Zusätzliche Leistungen zur Krebsvorsorge hat jeder Zweite schon empfohlen bekommen, die Glaukom-Früherkennung beim Augenarzt jeder Dritte.

Keinen Druck vom Arzt machen lassen - IGeL sind nie akut

"Nicht jede Leistung ist sinnvoll", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Bei vielen Leistungen besteht Zweifel am diagnostischen und therapeutischen Nutzen." Patienten sollten sich daher gründlich informieren und sich auf keinen Fall vorschnell vom Arzt zu einer Entscheidung drängen lassen. "IGeL-Leistungen wie Glaukomuntersuchung, Stoßwellentherapie oder Knochendichtemessung sind niemals akut", so Bredl.

Generell gilt: Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten vor Beginn der Behandlung schriftlich über die Kosten zu informieren und mit ihm einen Behandlungsvertrag abzuschließen. Doch offenbar verzichten viele Ärzte darauf: In der Forsa-Umfrage gaben vier von zehn Patienten an, vor Behandlungsbeginn nichts Schriftliches ausgehändigt bekommen zu haben.

Quelle: Techniker Krankenkasse Bayern


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