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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
15. Oktober 2014

Zusatzbeitrag - wie die Krankenkassen künftig finanziert werden

Ein fast vergessenes Instrument zur Finanzierung der Krankenkassen erlebt eine Renaissance: der Zusatzbeitrag. Doch flattern nicht wie vor vier Jahren etwa von der DAK Aufforderungen zur Zahlung fester Euro-Beträge ins Haus - vielmehr gibt es infolge der schwarz-roten Kassenfinanzreform künftig einen Zusatz-Beitragssatz. Der dürfte wohl alle Kassen-Mitglieder treffen - von Kasse zu Kasse in unterschiedlicher Höhe.

Der normale Beitragssatz sinkt Anfang 2015 von 15,5 auf 14,6 % - Arbeitgeber und -nehmer zahlen jeweils die Hälfte. Ein heute alleine von den Kassenmitgliedern getragener Anteil von 0,9 % entfällt. Somit entsteht eine Lücke von rund 11 Milliarden Euro. Zur Deckung können die Kassen die vom Einkommen abhängigen Aufschläge nehmen.

Wie es mit den Kassenfinanzen weitergeht, wird offiziell von Experten des Bundesversicherungsamts, der Kassen und des Bundesgesundheitsministeriums geschätzt. Sie prognostizieren Einnahmen und Ausgaben - und stellen die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes fest. Das Ministerium legt diesen auf Basis der Schätzung später per Verordnung fest, kann aber von dieser auch abweichen. Der Durchschnittssatz dient den Kassen als Orientierung bei ihrer eigenen Haushaltsplanung und den Versicherten als Hinweis, ob die eigene Kasse teurer, gleich oder günstiger ist.


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