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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Oktober 2017

Zulassungsverfahren der Medizin auf dem Prüfstand

Am heutigen Mittwoch prüft das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einer mündlichen Verhandlung in Sachen Numerus clausus zum Studium der Humanmedizin. Auch die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) ist als Sachverständige im Verfahren geladen. Isabel Molwitz, Vizepräsidentin für Externes der bvmd, begrüßt: “Wir hoffen, dass dieses Verfahren Klarheit in der Zulassung schaffen wird. Die Zulassung zum Medizinstudium entscheidet für die Bewerberinnen und Bewerber über ihren gesamten späteren Werdegang.“
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Im vorliegenden Verfahren stehen alle Aspekten der Zulassung zum Medizinstudium auf dem Prüfstand – angefangen bei der Abiturbesten- und Wartezeitquote und dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) über die Vorabquoten (z.B. Landarztquote) bis hin zur Quotenaufteilung im Gesamtsystem. Dabei lautet die Kernfrage: Garantiert der Numerus Clausus das Grundrecht auf eine freie Wahl des Berufs und der Ausbildungsstätte?

Der Numerus Clausus ist eine Zulassungsbeschränkung für Studienfächer, bei denen die Zahl der Bewerbungen größer als die Zahl der Studienplätze ist. Das Medizinstudium ist heute begehrt wie noch nie. Ein Taktisches Auswählen der Hochschulen und Losglück anstelle einer echten Möglichkeit zur Angabe der Ortspräferenzen entscheiden über die Erfolgsaussichten auf einen Studienplatz. Bei mittlerweile mehr als fünf Bewerbungen auf einen Studienplatz und einer Wartezeitquote mit 14 Semestern, die länger als das eigentliche Studium dauert, sieht die bvmd dringenden Reformbedarf. Isabel Molwitz konkludiert: „Wir brauchen ein transparentes, chancenoffenes Verfahren, dass die am besten für das Studium geeigneten Bewerberinnen und Bewerber direkt den Zugang ermöglicht – ohne Wartezeit.“

Quelle: Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd)


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