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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
02. November 2016

Zentrales Transplantationsregister wird aufgebaut

Organspenden sollen transparenter werden. Dazu soll erstmals ein zentrales Transplantationsregister eingerichtet werden, das alle Daten zur Organspende bündelt und miteinander verknüpft. Das entsprechende Gesetz trat am 1. November in Kraft. Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft werden beauftragt, das Register aufzubauen. Derzeit werden die Daten noch dezentral erhoben.

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"Das Transplantationsregister ist ein weiterer Schritt, das Vertrauen in die Organspende zu stärken", erklärte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Vor einigen Jahren hatten Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen potenzielle Spender verunsichert, so dass die Spendebereitschaft zurückging.

Gesetzliche sowie privaten Krankenkassen müssen nun ihre Versicherten ab einem Alter von 16 Jahren alle zwei Jahre über Organspende und Organspendeausweis informieren. Die eigene Entscheidung, ob man Organspender sein will oder nicht, sollte jeder in einem Organspendeausweis festhalten und möglichst mit den Personalpapieren bei sich tragen. Mit begleitenden Regelungen soll der Datenschutz gesichert werden.

Mehr als 10.000 Menschen in Deutschland hoffen auf die Transplantation eines Organs. Dem standen 2015 laut Deutscher Stiftung Organtransplantation 877 Organspenden gegenüber, etwas mehr als im Jahr zuvor. 2014 spendeten 864 Menschen Organe. In früheren Jahren lag die Zahl noch höher: 2010 waren es 1.296 Organspenden, 2011 lagen sie bei 1.200, 2012 bei 1.046.

Quelle: dpa


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