Dienstag, 22. Juni 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Kisqali
Kisqali
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
27. September 2018

DKG: Es gibt keine neuen Zahlen zu Pflegepersonaluntergrenzen

Zu der Meldung des GKV-Spitzenverbandes, dass eine neue Datenbasis für die Festlegung von Untergrenzen vorliegen würde, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Die Verkündung der Kassen, es gebe eine neue Datenbasis und ein neues Gutachten für die Ableitung von Personaluntergrenzen für pflegesensitive Bereiche im Krankenhaus ist eine Falschmeldung. Es gibt keine neue Datenerhebung."
"Die gemeinsam von GKV-Spitzenverband und DKG im Frühjahr in Auftrag gegebene empirische Erhebung wird jetzt lediglich nachlaufend veröffentlicht. Weil diese den Vertragsparteien seit Monaten vorliegenden Erhebungen keine ausreichende Repräsentativität haben, konnten die daraus ermittelten Werte (z. B. eine Besetzung von 2:1 auf Intensivstationen) von der DKG nicht unterschrieben werden. Die Auswertung von 45 Intensivabteilungen über nur 6 Wochen kann nun einmal die Realität von über 450 Intensivabteilungen über das ganze Jahr mit höchst unterschiedlich schweren Patientenfällen nicht sachgerecht abbilden. Deshalb hatte die DKG konstruktiv vorgeschlagen, eine Vollerhebung zur Vorbereitung realistischer Werte durchzuführen. Es ist abzuwarten, ob das BMG mit der nunmehr per Rechtsverordnung vorgesehenen Einführung von Untergrenzen diese nicht realistischen Werte übernimmt. Die Krankenhäuser hoffen, dass realitätsnahe Festlegungen erfolgen.

In höchstem Maße befremdlich und zugleich entlarvend ist die Forderung der Kostenträger, dass Krankenhäuser Kranke abweisen sollen, wenn die Untergrenzen nicht eingehalten werden können. Auch für Pflegeuntergrenzen muss es Ausnahmen geben, die auf unerwartete Patientenzahlen genauso wie auf Personalausfälle Rücksicht nehmen. Dass vorübergehende Unterschreitungen der Untergrenzen, die nunmehr erstmalig festgelegt werden, automatisch zur Gefährdung von Patienten führen würden, ist eine höchst spekulative Normung. In der Realität wird jeder Patient im Notfall erwarten, dass das Krankenhaus ihn nicht abweist. Das ist die Realität heute und wird sie auch in Zukunft sein", so Baum.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)


Das könnte Sie auch interessieren
Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“
Pr%C3%A4vention%3A+%E2%80%9EK%C3%B6rperliche+Aktivit%C3%A4t+so+wichtig+wie+ein+Krebsmedikament%E2%80%9C
© Heidi Mehl / Fotolia.com

Nach Schätzungen beruhen etwa 70 Prozent aller behandelten Erkrankungen in den Industrienationen auf Lebensstilfaktoren, wie Übergewicht, das aufgrund von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung entstanden ist. Ein gesunder Lebensstil sei ein wesentlicher Präventionsfaktor und müsse dringend gesundheitspolitisch verankert werden, fordert ein Experte im Vorfeld der MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016. Es gelte nicht...

Internetplattform „Stärker gegen Krebs“: ergänzende, stärkende Angebote für Krebspatienten in Corona-Zeiten
Internetplattform+%E2%80%9ESt%C3%A4rker+gegen+Krebs%E2%80%9C%3A+erg%C3%A4nzende%2C+st%C3%A4rkende+Angebote+f%C3%BCr+Krebspatienten+in+Corona-Zeiten
© Frantab - stock.adobe.com

Krebspatienten mit einem geschwächten Immunsystem haben laut DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und Robert Koch-Institut ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19. Umso sinnvoller sind begleitende Maßnahmen zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems, die gleichzeitig das physische und psychische Wohlbefinden und damit die Lebensqualität...

Was Krebspatienten in der kalten Jahreszeit beachten sollten
Was+Krebspatienten+in+der+kalten+Jahreszeit+beachten+sollten
© Rido - stock.adobe.com

Außen kalt, innen überheizt, dazu Glatteis, Schnee und trübes Licht – der Winter ist für Krebspatienten keine leichte Zeit. Aufgrund der geschwächten Immunabwehr und den damit einhergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Im Monatsthema Dezember gibt das ONKO-Internetportal hilfreiche Tipps, wie Krebspatienten gut und sicher durch die kalten Monate kommen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DKG: Es gibt keine neuen Zahlen zu Pflegepersonaluntergrenzen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose
  • PNH: Phase-III-Studie vergleicht Faktor-B-Inhibitor Iptacopan und monoklonale Anti-C5-Antikörper