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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
26. Januar 2017

Zi analysiert Wirkungen der Praxisgebühr

Sollen Patienten bei der Wahl ihres Arztes oder Krankenhauses gesteuert werden? Diese Frage gewinnt in Zeiten eines zunehmend arbeitsteiligen Gesundheitssystems an Brisanz. Dabei ist der letzte Versuch der Bundesregierung, Patientenströme über finanzielle Anreize zu ordnen, noch gar nicht so lange her: Zwischen 2004 und 2012 mussten Versicherte beim Praxisbesuch und in Notaufnahmen eine Gebühr bezahlen.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat die Wirkungen dieser Maßnahme untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Patienten von der Pra­xisgebühr zunächst abschrecken ließen: Praxen fast aller Fachrichtungen verzeichneten rückläufige Inanspruchnahmen. Dabei ging vor allem die Zahl der Menschen zurück, die ohne Rücksprache mit dem Hausarzt sofort einen Facharzt aufsuchten.

Die Wirkung war zwar nicht von Dauer; noch während der Zeit der Praxisgebühr stiegen die Behandlungsfallzahlen wieder an. Nach ihrem Ende fiel jedoch die letzte Hemmschwelle für Patienten, direkt ein Krankenhaus anzusteuern. Die Notfallaufnahmen von Krankenhäusern wurden mit der wiedererlangten Gebührenfreiheit erkennbar beliebter – ein Trend, der sich seitdem verstärkt.
 
Lesen Sie mehr dazu im aktuellen Zi-Paper: Placebo oder Wunderpille? – Wie die Praxisgebühr Patientenverhalten und Verordnungsmuster veränderte. http://www.zi.de/cms/fileadmin/images/content/PDFs_alle/ZiPaper_08-2016_Trends_Arzneiverordnungen_V3.pdf

Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi)


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