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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
27. Oktober 2017

Wieder voll drin im Leben – dank Blutspenden

Mit dem Rad um den Chiemsee. Kein Problem für Manuela Wittmann. „Endlich bin ich wieder voll drin im Leben.“ Die 23-jährige Münchnerin fühlt sich „unkaputtbar“ und strotzt vor Energie. Das war nicht immer so. Manuela hatte Lymphdrüsenkrebs und konnte diesen durch Vollblut- und Thrombozythenspenden besiegen: Die junge Frau hat überlebt, weil Spender zuvor ihr Bestes dafür gegeben haben: Blut.
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Der Gang auf die Spenderliege ist für viele Patienten überlebensnotwendig

Aktuell bleiben die Spenderliegen vielerorts leer. Die Herbstgrippe kursiert in Bayern. Hält diese Phase länger an, kann es brenzlig werden: Wenn überlebensnotwendige Blutkonserven fehlen, kann Patienten in bayerischen Kliniken – wie es Manuela einmal war – unter Umständen nicht geholfen werden.

„Wir haben das ganze Jahr über die verantwortungsvolle Aufgabe, die Kliniken ausreichend mit Blutpräparaten zu versorgen. Jeden Tag brauchen wir dafür etwa 2.000 Blutkonserven, die wir dank vieler treuer Blutspender auf unseren Terminen in ganz Bayern sammeln“, erklärt Georg Götz, der Geschäftsführer des Blutspendedienstes des BRK (BSD). Rund 250.000 aktive Blutspender helfen im Freistaat dabei, diese Versorgung sicherzustellen. Ungefähr zweimal im Jahr suchen diese aktiven Bayern die Spenderliege auf. Natürlich kann nicht jeder zu jeder Zeit spenden, aber wird eine Pause von 56 Tagen zwischen zwei Spenden eingehalten, so dürfen Männer bis zu sechs Mal und Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden.

Ab sofort Personalausweis zur Blutspende immer mitbringen

Die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten gibt die Bundesärztekammer vor. Einige Richtlinien wurden nun verändert: Neu ist seit kurzem, dass neben dem Blutspendeausweis, sofern man bereits einen besitzt, zusätzlich ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein im Original vorgelegt werden muss. Der BSD ist verpflichtet, die Einhaltung der neuen Regelung zu achten. „Bitte haben Sie Verständnis dafür und bringen Sie künftig  immer einen amtlichen Lichtbildausweis mit zur Blutspende, damit sie zugelassen werden können“, appelliert BSD-Geschäftsführer Georg Götz.

Weitere Infos, auch zur neuen Regelung und alle Blutspendetermine gibt es auf der Website des BSD unter www.blutspendedienst.com oder bei der Servicehotline telefonisch unter 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Quelle: Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes


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