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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
14. Oktober 2014

WHO-Empfehlungen zu Ebola-Schutzkleidung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt Ärzten und Pflegepersonal detaillierte Anweisungen zum Umgang mit Schutzkleidung beim Kontakt mit Ebola-Kranken und Verdachtsfällen. Beim sogenannten Personal Protective Equipment (PPE) sind mehrere Kleidungsschichten vorgesehen, wie in zwei WHO-Merkblättern dargestellt ist.

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Beim Anziehen sind zunächst die übliche Operationskleidung aus Hose und Oberteil anzulegen, zudem Gummistiefel oder, falls diese nicht vorhanden sind, geschlossene, flüssigkeitsundurchlässige Schuhe und Überschuhe aus Plastik. Dann wird ein undurchlässiger Schutzkittel übergezogen. Es folgen Mund- und Augenschutz und Kopfbedeckung. Dann werden die Handschuhe angelegt. Zudem wird eine wasserdichte Schürze empfohlen.

Die WHO rät, die Schutzkleidung nicht zu berühren, die Handschuhe sofort zu tauschen, wenn sie beschädigt sind und jedes Mal die Hände zu desinfizieren, wenn neue Handschuhe angelegt werden. Beim Berühren von Patienten oder Toten sollten zwei Schichten Handschuhe getragen werden.

Beim Ablegen werden zuerst Schürze, Schuhe und Kittel entfernt. Dann sollen die Hände desinfiziert werden. Erst danach wird mit dem Ablegen des Kopf- und Gesichtsschutzes begonnen. Anschließend werden erneut die Hände desinfiziert. An- und Ausziehen der Kleidung sollten zudem stets von einem ausgebildeten Mitglied des medizinischen Teams überwacht werden, fordert die WHO.

In der Fußnote der Merkblätter heißt es, alle Anweisungen seien geprüft. Die Verantwortung für Interpretation und Anwendung liege jedoch ausschließlich beim Leser. In keinem Fall könne die WHO für etwaige Schäden zur Verantwortung gezogen werden.


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