Freitag, 6. August 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lonsurf
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

Wearables erkennen Krankheiten vor Ausbruch

Forschern der Stanford University ist es gelungen, Wearables in einem fünfmonatigen Test zu nutzen, um das Aufkommen von Erkrankungen bei ihren Probanden erfolgreich vorherzusehen, bevor diese überhaupt Symptome bemerkten. Zunächst beobachteten die Forscher einen Probanden, der sieben verschiedene Wearables über einen Zeitraum von zwei Jahren an seinem Körper trug. Sie analysierten Daten wie Aktivitätslevel und Blutdruck. Dann rüstete das Forscherteam 43 Freiwillige mit einem einem Device aus, das über jeweils fünf Monate hinweg Herzfrequenz, Körpertemperatur und Bewegung misst.
Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Die verschiedenen Analyseergebnisse unterschieden sich nach dem Messzeitraum enorm. Die Wissenschaftler untersuchten die abnormalen Werte deshalb genauer. Bei einem Probanden fielen vier Zeiträume auf, in denen die Herzfrequenz und die Körpertemperatur außergewöhnlich erhöht waren. In den drei ersten sehr auffälligen Messphasen hatte der Freiwillige leichte Krankheitssymptome, wie Verstopfung, angegeben. Zum Zeitpunkt des letzten abnormalen Wertes wurde bei ihm eine Zeckenborreliose diagnostiziert.

Dauerhaftes Monitoring

"Das Wearable hat es geschafft, die Borreliose vorherzusagen, noch bevor der Patient irgendwelche Symptome dafür gezeigt hat", erklärt Grace Peng vom National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering. Drei weitere Probanden waren während der Testphase ebenfalls krank geworden und jedes Mal konnten die Forscher anhand der dauerhaften Messwerte der Wearables erkennen, wann die Erkrankung begonnen und ihren Höhepunkt erreicht hatte.

"Es war unglaublich aufregend, dass wir Krankheiten finden konnten, indem wir einfach nur ein Wearable benutzt haben", sagt Jessilyn Dunn von der Stanford University. Wearables könnten zwar keine klinische Diagnose ersetzen, aber der dauerhafte Einsatz wäre in ländlichen Regionen, in denen sehr lange Wege zu einem Arzt zurückgelegt werden müssen, sinnvoll. "Es gibt ein großes Potenzial für diese Art von Technologie, das Gesundheitssystem zu revolutionieren", so Dunn abschließend.

Quelle: pte


Anzeige:
Akynzeo
 
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Wearables erkennen Krankheiten vor Ausbruch"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose