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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
16. Februar 2017

Wie lassen sich die Vorteile digitaler und analoger Medien miteinander kombinieren?

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat im Rahmen des „Zentrums Digitalisierung. Bayern“ (ZD.B) an der Universität Regensburg die Einrichtung einer Nachwuchsforschergruppe „Physical Affordances for Digital Media and Workflows" bewilligt. In den nächsten fünf Jahren wird das Team unter der Leitung von Dr. Raphael Wimmer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medieninformatik, erforschen, wie sich die Vorteile digitaler und analoger Medien miteinander verbinden lassen könnten und welche Technik dafür benötigt wird.
Durch die Digitalisierung werden Informationen von den Einschränkungen ihres physischen Mediums befreit. Ein digital verfügbarer Text kann beispielsweise deutlich leichter an eine große Zahl von Lesern geschickt werden, als ein Text in Papierform. Andererseits bietet auch das Medium Papier viele Nutzungsmöglichkeiten („Affordances"), die digitale Dokumente nicht mehr bieten. Zum Beispiel ist es immer noch umständlicher, Anmerkungen in digitale Dokumente zu schreiben, als in gedruckte und wird daher seltener gemacht. Somit verändert die Digitalisierung auch die Art und Weise, wie wir mit Informationen umgehen.

Die Regensburger Arbeitsgruppe um Dr. Raphael Wimmer setzt sich zum Ziel, die jeweiligen Stärken und Schwächen von physischen und digitalen Dokumenten zu untersuchen und diese in optimierten Geräten und Programmen zu kombinieren. Sie geht der Frage nach, wie sich die Flexibilität von Papier und anderen analogen Medien stärker in neue digitale Arbeitsprozesse integrieren lassen könnte. Ein Forschungsschwerpunkt der Gruppe liegt auf den Arbeitsprozessen in Behörden. In der öffentlichen Verwaltung werden seit einiger Zeit Arbeitsabläufe durch rein digitale Prozesse ersetzt. „Viel der Flexibilität, die Akten und Formulare aus Papier bieten, geht verloren, wenn man diese einfach in digitale Dateien umwandelt. Hier wollen wir passende Software und Hardware entwickeln, die die Flexibilität von physischen Medien mit den einzigartigen Möglichkeiten digitaler Medien kombiniert", erklärt Dr. Wimmer. Ziel sei es, so Dr. Wimmer, digitale Dokumente zu erstellen, die genauso flexibel wie Papier sind.

Die Forschergruppe „Physical Affordances for Digital Media and Workflows" wird von 2017 bis 2021 mit 1,2 Mio. Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert.

Quelle: Universität Regensburg


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