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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
18. Dezember 2012

VKA: „Krankenhäuser brauchen bezahlbaren Bereitschaftsdienst“/ Arbeitszeit der Krankenhausärzte sinkt, Ärztezahl steigt

Die kommunalen Krankenhäuser weisen die Tarifforderungen des Marburger Bundes zurück. „Ein Gehaltsplus von 6% ist vollkommen übertrieben und für die Krankenhäuser nicht finanzierbar“, so der Verhandlungsführer der VKA für die Krankenhäuser, Joachim Finklenburg. „Die Forderungen des Marburger Bundes summieren sich auf Kostensteigerungen von über 13%. Das ist vollkommen abwegig. Der Gesetzgeber hat den Kostenorientierungswert für die Krankenhäuser auf 2,0% festgelegt. Davon müssen wir alle Kostensteigerungen finanzieren. Bereits jetzt schreiben mehr als die Hälfte der Krankenhäuser rote Zahlen.“

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Der MB fordert neben dem Gehaltsplus von 6 Prozent weitere Einschränkungen und Verteuerungen beim Bereitschaftsdienst. Allein für das Einverständnis des Arztes, Bereitschaftsdienst entsprechend der Opt-Out-Regelung zu absolvieren, fordert der MB pauschal 400 Euro pro Arzt, pro Monat – unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeits- und Bereitschaftsdienstzeit. Die Forderungen summieren sich insgesamt auf Kostensteigerungen von 13% bzw. über 500 Millionen Euro jährlich.

„Die Krankenhäuser sind auf einen bezahlbaren Bereitschaftsdienst und die Regelungen zum Opt-out angewiesen. Anders ist eine „Rund-um-die-Uhr-Versorgung“ nicht zu gewährleisten“, so Manfred Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der VKA. „Was wir brauchen sind flexible Arbeitszeitregelungen, keine pauschalen Kürzungen oder überproportionalen Verteuerungen.“

Durch die Europäische Arbeitszeitrichtlinie und den „Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäuser“ ist das durchschnittliche Arbeitszeitvolumen pro Arzt seit Jahren rückläufig. Eine Folge: Die Zahl der Ärzte in den Krankenhäusern ist massiv gestiegen. In kommunalen Häusern arbeiten derzeit rund 51.000 Ärzte, das ist ein Plus von 25% gegenüber dem Jahr 2006 als der Tarifvertrag in Kraft trat.

Teil des umfassenden Forderungspakets des MB ist außerdem, für die Ärzte im kommunalen Gesundheitsdienst einen Tarifvertrag „analog zum TV-Ärzte“ zu schließen. „Dies gehört nicht in die Verhandlungen zum Tarifvertrag für die Krankenhausärzte. Zum kommunalen Gesundheitsdienst gab es in der Vergangenheit bereits eigene Verhandlungen“, so Hoffmann.

Quelle: Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)


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