Donnerstag, 13. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Februar 2013

Verdi: An Krankenhäusern fehlen 162 000 Vollzeitstellen

An deutschen Krankenhäusern herrscht nach Einschätzung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dramatischer Personalmangel. Bundesweit fehlten 162 000 Vollzeitstellen, davon rund 70 000 im Pflegebereich, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke am Mittwoch in Berlin. Diese seien für eine gute Patientenversorgung bei gleichzeitig fairen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten notwendig.

Den Mangel führte Paschke auf den hohen Rationalisierungsdruck zurück: Unter dem Diktat des Rotstifts seien zwischen 1997 und 2007 bereits 50 000 Stellen im Pflegebereich abgebaut worden. "Besonders alte Patienten leiden darunter", sagte Paschke. In den vergangenen 15 Jahren sei das Krankenhauspersonal um 7% verringert worden, während die Zahl der Patienten um 15% gestiegen sei. Sie bezog sich dabei auf eine aktuelle Umfrage unter Beschäftigten von 200 Krankenhäusern, deren Ergebnisse dann hochgerechnet wurden.

Die nach den Worten der Gewerkschafterin vorherrschende Methode an deutschen Krankenhäusern sei: "Personalbemessung bis es quietscht."Wegen der Stellenknappheit herrsche vielfach "gefährliche Pflege und gefährliche Reinigung". Der Wettbewerb dürfe nicht länger um die geringsten Personalkosten gehen, sondern um die beste Qualität. "Gesundheit darf keine Ware sein." Etwa ein Drittel der 2000 Krankenhäuser in Deutschland schreibt rote Zahlen.

  Um die Personallücken zu schließen, fordert Verdi eine gesetzliche Personalbemessung und eine stabile Krankenhausfinanzierung, also mehr Geld. Paschke sieht vor allem die Länder in der Pflicht: Weil sie ihren Aufgaben nicht nachgekommen seien, gebe es inzwischen einen Investitionsstau an Krankenhäusern von 56 Milliarden Euro. Die Arbeit von Schwestern und Pflegern werde zudem "schlecht bezahlt". Eine Aufwertung sei deshalb überfällig.


Das könnte Sie auch interessieren
Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs
Aktionswoche+zur+Aufkl%C3%A4rung+%C3%BCber+Kopf-Hals-Krebs
© Merck Serono

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs beteiligt. Diese wird zum vierten Mal von der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft (engl.: European Head and Neck Society, EHNS) initiiert und findet vom 19. bis 23. September 2016 statt. Im Rahmen der europaweiten Aktivitäten veranstalten mehrere deutsche Kliniken und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Verdi: An Krankenhäusern fehlen 162 000 Vollzeitstellen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.