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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
23. Mai 2013

Verbot soll Designer-Drogen aufhalten

Durch molekulare Änderungen schaffen es die Drogenköche immer wieder, neue Stoffe herzustellen, die etwas anders wirken - und dann nicht mehr unter die bisherigen Verbote fallen. Nun hat der Staat erneut reagiert. Gleich 26 Substanzen werden nun verboten, wenn der Bundesrat der durchs Bundeskabinett gebrachten Verordnung wie erwartet zustimmt. Doch laut Drogen-Überwachungsrat der Vereinten Nationen kommt im Schnitt jede Woche eine neue Substanz zu den Konsumenten. Bereits im vergangenen Sommer wurden in Deutschland 28 Verbindungen dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt und somit verboten.

Über Internethändler im Ausland, aber auch in Deutschland werden die Drogen bestellt. Die Stoffe (Cannabinoide) können verschiedene Wirkung haben, unter anderem auch dämpfend wie natürliches Cannabis, aber teils sollen sie eine bis zu 200-fache Wirkung haben. Aktiv und aggressiv machende Drogen, die an Ecstasy erinnern, werden als Pulver oder Tabletten in badesalzähnlichen Verpackungen verkauft.

Als Konsument weiß man in der Regeln nicht, wie viel von den Drogensubstanzen auf die getrockneten Kräuter geträufelt worden sind, die als Basis dienen. Warum greifen viele dann nicht lieber zu dem vielfach auch einfach zu beschaffenden natürlichen Cannabis?

Die höhere Wirkung, der mit oft zehn, zwanzig Euro auch kleine Preis spielen eine Rolle - aber die Designerdrogen lassen sich auch nicht so gut nachweisen. Nach Schätzungen haben etwa 400 000 Erwachsene schon einmal neue synthetische Substanzen wie Räuchermischungen probiert. Experten gehen von einer deutlichen Dunkelziffer aus.

Junge Männer greifen am häufigsten zu, hat eine Befragung des Centre for Drug Research in Frankfurt/Main ergeben. Demnach sind 89% der Konsumenten männlich und im Schnitt 24 Jahre alt. Die meisten haben auch Erfahrungen mit Cannabis oder anderen illegalen Drogen. In Süddeutschland und in Großstädten sollen die Stoffe am weitesten verbreitet sein.
 


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