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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
27. Februar 2013

Verantwortungslose Haltung der brandenburgischen Krankenkassen

Als "verantwortungslos gegenüber den Versicherten", bezeichnete der Vorsitzende der Ärzte Union Brandenburg, Hartmut Uhl, die Position der Krankenkassen in den Verhandlungen zur Gesamtvergütung 2013. Die nur allzu berechtigten Forderungen der rund 3.800 brandenburgischen Ärzte und Psychotherapeuten würden ignoriert. Und dies, "obwohl die Kassen auf einem Berg von rund 30 Milliarden Euro Beitragsgeldern sitzen", so Uhl. Nach zwei gesetzlich vorgeschriebenen Mini-Steigerungen der Gesamtvergütung in den Jahren 2011 und 2012 von jeweils nur 1,25%, die noch nicht einmal die Inflationsrate abgedeckt hätten, sei die Forderung der KV Brandenburg nach einer Steigerung um 7,7% "mehr als berechtigt".

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„Wir benötigen eine bessere Finanzierung, um die haus- und fachärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen, in den Alten- und Pflegeheimen aufrecht erhalten zu können“, argumentiert Uhl. Brandenburg habe bundesweit die geringste Vertragsarztdichte, aber mit die älteste und kränkste Bevölkerung. „Die Menschen wollen ärztlich versorgt werden. Das ist ihr Recht und unser Anspruch. Aber es ist ein Unding, dass dafür die Kassen im Land weniger Geld pro Versicherten zur Verfügung stellen als im Bundesdurchschnitt.“ So sei es nicht verwunderlich, wenn sich junge Ärzte von Brandenburg abwendeten.

Scharf kritisierte der Vorsitzende der Ärzte Union, dass die Kassen mittlerweile dazu übergegangen seien, an ihre Versicherten aufgrund der Milliarden-Überschüsse Beitragsgelder rück zu erstatten. Dies sei „mit dem Solidargedanken der Krankenversicherung nicht vereinbar“. „Vor allem dann nicht, wenn erbrachte ärztliche und psychotherapeutische Tätigkeiten nicht vergütet werden“, so Uhl.

Quelle: Ärzte-Union Brandenburg


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