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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

23. Juni 2017 VDAB zur Verabschiedung der Pflegeberuferform: Bundestag besiegelt das Ende der Altenpflegeausbildung

Der Bundestag hat am Donnerstag in 2. und 3. Lesung mit der Mehrheit der großen Koalition die Reform der Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegern beschlossen. Kern der Reform ist die Zusammenführung in den ersten beiden Ausbildungsjahren und die Spezialisierungsmöglichkeiten im dritten Ausbildungsjahr.
Dazu Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB): „Leider ist die große Koalition trotz erheblicher Widerstände von der Basis und berechtigter fachlicher Kritik der Verbände nicht zur Vernunft gekommen und hat drei profilierte Berufsbilder im Wahljahr dem politischen Erfolg geopfert. Damit startet ein gefährlicher bildungspolitischer Blindflug, der massive Auswirkungen auf die Qualität und die flächendeckende Verfügbarkeit von professioneller Pflege haben wird. Die grundlegende gesetzliche Weichenstellung erfolgt ohne Kenntnis der zukünftigen Ausbildungsinhalte. Die Auseinandersetzung darüber wird unverantwortlicher Weise in die nächste Legislaturperiode verschoben. Was sich allerdings jetzt schon abzeichnet, ist ein Etikettenschwindel, denn das neue Ausbildungsmodell wird nicht so modular und so spezialisiert sein, wie es nach außen dargestellt wird. Letztlich ist es die Generalistik in anderem Gewand, mit allen ihren Gefahren und Zumutungen für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe, wie wir sie seit Jahren konsequent kritisieren. Wir werden jetzt unser Augenmerk auf die Ausbildungs- und Prüfverordnung richten und uns dort mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die professionelle, pflegerische Versorgung nicht weiter gefährdet wird.“

Quelle: Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V.


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