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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

05. September 2020 Ein Fünftel der Urlauber in Corona-Zeiten schlecht erholt

Ferien in Corona-Zeiten: Fast ein Fünftel der Deutschen hat sich dieses Jahr weniger gut oder überhaupt nicht erholt. Zwar konnte die Mehrheit der Deutschen ihren Urlaub auch in Pandemie-Zeiten genießen, doch der Anteil derjenigen, die nicht richtig ausspannen konnten, war deutlich höher als im Vorjahr. Das zeigt der Urlaubsreport 2020 der DAK-Gesundheit, eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse. Vor allem Menschen in Bayern und Nordrhein-Westfalen berichteten von mangelhafter Erholung.
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Laut DAK-Umfrage kamen 19% der Urlauber in den vergangenen Wochen weniger gut oder überhaupt nicht zu Kräften (Vorjahr: 13%). Von ihnen beklagten 44% gescheiterte Reisepläne wegen der Corona-Krise. 37% konnten sich aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Regeln am Urlaubsort nicht gut erholen. Nur die Unfähigkeit abzuschalten (46%), war für einen wenig erfrischenden Urlaub noch entscheidender als die Pandemie. Zudem hatte ein Fünftel der Befragten Stress mit der Familie oder mit Freunden. Und fast ebenso viele mussten im Urlaub über das Handy erreichbar sein und konnten sich deshalb nicht gut entspannen. Besonders schlecht erholten sich in diesem Jahr Urlauber aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. In diesen Bundesländern kamen 23 beziehungsweise 22% weniger gut oder überhaupt nicht zur Ruhe. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg waren es 16%.

Für diejenigen, die sich trotz Corona gut oder sehr gut erholt haben (80% der Befragten) waren bestimmte Erholungsfaktoren wichtig: Acht von zehn konnten durch Sonne und Naturerlebnisse zu neuen Kräften kommen. Auch Zeit für sich selbst oder mit der Familie förderten die Erholung. Dies bestätigten jeweils etwa 70% der Befragten. Positiv wirkte sich für viele auch der Wegfall der Arbeitsbelastung aus (61%) sowie vergleichbar deutlich Bewegung und Sport. Ebenfalls erholungsfördernd war ein Ortswechsel. Diesen Erholungsfaktor nannten 56% der Befragten, deutlich weniger als im Vorjahr (62%).

Laut DAK-Befragung erkrankten oder verletzten sich im Sommer 2020 4% der Urlauber, weniger als 2019 (7%). Die meisten Urlaubspatienten hatten einen Unfall oder Sturz. Unter einer Erkältung litt knapp ein Drittel der erkrankten Urlauber und von einem Magen-Darm-Infekt waren 4% betroffen. Damit lagen die Infektionszahlen für diese Erkrankungen deutlich unter denen des Vorjahrs (39 beziehungsweise 19%) – möglicherweise ein positiver Effekt der geltenden Hygienemaßnahmen.

Die Mehrheit der Deutschen nutzte die Ferien auch, um etwas für die Gesundheit zu tun. Sieben von zehn machten Sport und Fitnesstraining oder achteten auf viel Bewegung – deutlich mehr als im Vorjahr. 66% reduzierten gezielt Stress und über die Hälfte gönnte sich viel Schlaf. Es folgten: gesunde Ernährung (54%) und Wellnessanwendungen (11%). Nur 5% der Urlauber gaben an, nichts Spezielles für die Gesundheit getan zu haben.

Quelle: DAK-Gesundheit


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