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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Februar 2018

Universitätsmedizin Essen beruft neues Ethikgremium

Im Rahmen des 2. ETIM-Kongress „Artificial intelligence and robotics – Emerging technologies in medicine“ der Universitätsmedizin Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg/Essen hat die Universitätsmedizin Essen ein neues Ethikgremium berufen. Die „Ethik-Ellipse Smart Hospital“ wird sich einem kritischen Dialog rund um das „Smart Hospital" widmen. „Die Auftaktveranstaltung war vielversprechend. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, erklärt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.
Beim 2. ETIM-Kongress „Artificial intelligence and robotics – Emerging technologies in medicine“ der Universitätsmedizin Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg/Essen wurde nicht nur in Vorträgen, mit Stellungnahmen und in einer regen Diskussion  das Thema „Smart Hospital und Ethik“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Am Rande der Veranstaltung mit über 300 Teilnehmern wurde auch bekannt gegeben, dass die Universitätsmedizin Essen ein neues Ethikgremium berufen hat, das sich dem kritischen Dialog rund um das „Smart Hospital" widmen will. „Eine kritische ethische Reflexion der Dimensionen des Themenfeldes „Smart Hospital“ ist wesentlich. Mit verschiedenen Perspektiven aus Wissenschaft und klinischer, aber auch industrieller Praxis werden Vorschläge, Empfehlungen und Impulse erarbeitet, die uns dann der weiteren Realisierung des „Smart Hospitals" begleiten und unterstützen. Mit dieser Zusammenarbeit soll eine stabile Entwicklung von Medizin, Ökonomie und Ethik sichergestellt sein, die zu allererst einem Ziel folgt: Die Bedürfnisse der Patienten bestmöglich zu erfüllen“, erklärt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.
 
Der neuen und ersten „Ethik-Ellipse Smart Hospital“ gehören Nicolai Andersen, Innovation Leader bei Deloitte und Leiter der Arbeitsgruppe Digitale Ethik bei der Initiative D21, Astrid Aupperle, Head of CSR Microsoft Deutschland, Prof. Dr. Thomas Beschorner, Ordinarius und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen (Schweiz), Prof. Dr. Stefan Heinemann, Experte für Smart Hospital Universitätsmedizin Essen und Wirtschaftsethiker der FOM Hochschule, Lucas Josten, Vice President Digital Health T-Systems International, Prof. Dr. Ralf Miggelbrink, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie der Universität Duisburg-Essen, Rebecca Rühle vom Doktorandenkolleg „Ethik und gute Unternehmensführung“ am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik in Halle, Prof. Dr. Ulrike Schara, Vorsitzende der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und Stellvertretende Direktorin der Kinderklinik 1 des Universitätsklinikums Essen und Pfarrer Hans-Jörg Stets, Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees des Universitätsklinikums Essen, an.
 
Prof. Dr. Stefan Heinemann, Sprecher des neuen „Ethik-Ellipse Smart Hospital“ erklärt: „Der Weg zum Smart Hospital bedeutet neben digitaler Spitzenmedizin auch mehr Hospitality, Gastfreundschaft, Wohlfühlen, Vertrauen und Wärme für die Patienten. Der Weg wird nur dann erfolgreich sein, wenn dieses breite Themenfeld in seinen ethischen Dimensionen kritisch reflektiert wird. Was kann sich verantwortlich und in realen auch ökonomisch realisierbaren Kontexten medizinischer Versorgung widerspiegeln? Welche ethischen Aspekte sind bei digitalen Pflegelösungen zu beachten? Welche moralischen Risiken bringt die digitale Transformation in der Medizin?“ Diesen und weiteren Fragen wird sich ein wachsender Kreis von Expertinnen und Experten konstruktiv stellen und Vorschläge, Empfehlungen und Impulse für die Akteure der Universitätsmedizin Essen erarbeiten. Dabei kooperiert die neue „Ethik-Ellipse Smart Hospital“ eng mit dem Klinischen Ethik-Komitee des Universitätsklinikums Essen und der Ethik-Kommission der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg/Essen.
 
„Die Auftaktveranstaltung war vielversprechend. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, erklärt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen
 
Hintergrund: Durch die Digitalisierung erlebt die Medizin den größten Wandel ihrer Geschichte. Dies gilt auch für die Krankenhäuser, von denen viele heute eine Digitalisierungsstrategie primär zur Steigerung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit entwickeln. Die Universitätsmedizin Essen verfolgt einen deutlich umfassenderen Ansatz, der mit einem integrierten Prozess auf Patientenerleben, medizinische Innovationen und wirtschaftliche Potenziale setzt.

Quelle: Universitätsklinikum Essen


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