Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
31. März 2020

Warnung vor Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat die Regierungen der Bundesländer dringend ermahnt, bei ihren Gesetzesvorhaben im Zuge der Corona-Krise das Gebot der Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir dürfen bei allem Respekt vor erkennbarem Handlungsbedarf jetzt nicht jedes Maß verlieren und in einen Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten einsteigen“, sagte Reinhardt.
Anzeige:
Venclyxto
Vor allem müsse angesichts leistungsfähiger Strukturen – sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich – zunächst die Frage beantwortet werden, was genau an „Mehr“ man denn durch Zwangsmaßnahmen zu erreichen hoffe, was nicht auf kooperativer Grundlage auch gemeinsam in und mit den Strukturen der Selbstverwaltung erreicht werden könne. Es gelte gerade auch im Zuge einer Krise, diese auf Basis unserer freiheitlichen Grundordnung zu bewältigen.
 
„Die jetzt – zum Beispiel auch in Nordrhein-Westfalen – geplanten Eingriffe in Freiheits- und Eigentumsrechte werfen aber nicht nur verfassungsmäßige Fragen auf, sondern sie sind vor allem auch Ausdruck eines völlig unbegründeten Misstrauens gegenüber maßgeblichen Akteuren der Versorgung“, sagte Reinhardt. Man sollte die Frauen und Männern, die Ärztinnen und Ärzten, mit denen man gemeinsam dem Virus zu Leibe rücken wolle, nicht vor den Kopf stoßen oder sie im Zweifelsfall zu „Rekruten“ machen, sondern ihnen das verdiente Vertrauen aussprechen. „Bisher sehe ich jedenfalls keinen Grund, dieses Vertrauen in Zweifel zu ziehen und insofern auch keinen Anlass zu überzogenem Aktionismus“, sagte der Hartmannbund-Vorsitzende. Vertrauensbildend mit Blick auf Politik und öffentliche Verwaltung sei es beispielsweise, so Reinhardt abschließend, wenn diese ihre Leistungsfähigkeit bei der Beschaffung von Schutzkleidung unter Beweis stellten.

Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.


Anzeige:
Revolade
Revolade
 
Das könnte Sie auch interessieren
Frauenselbsthilfe Krebs unterstützt Menschen mit Krebs auch während der Corona-Krise
Frauenselbsthilfe+Krebs+unterst%C3%BCtzt+Menschen+mit+Krebs+auch+w%C3%A4hrend+der+Corona-Krise
©Photographee.eu - stock.adobe.com

Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein schwerer Schock. In Corona-Zeiten kommt nun auch noch die Angst hinzu, dass die medizinische Versorgung nicht so gut sein könnte, wie sie es in normalen Zeiten in Deutschland ist. Gerade in dieser Situation brauchen die Betroffenen starke Partner an ihrer Seite. Zu diesen zählt Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfe-Organisation, die...

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
Geballtes+Wissen+zu+Krebs+f%C3%BCr+alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Warnung vor Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.