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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
23. März 2021

WHO befürchtet viele Tuberkulose-Opfer wegen Corona-Pandemie

Die medizinische Betreuung der Tuberkulose-Kranken hat in der Corona-Krise nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in dramatischem Ausmaß gelitten. Im Corona-Jahr 2020 seien gegenüber dem Vorjahr schätzungsweise 1,4 Millionen Erkrankte weniger wegen ihrer Tuberkulose behandelt worden. Besonders in Indonesien, Südafrika, den Philippinen und Indien hätten sich große Versorgungslücken aufgetan, teilte die WHO am Montagabend im Vorfeld des Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März mit.
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"Die Auswirkungen vom Covid-19 reichen weit über den vom Virus verursachten Tod und die Krankheit hinaus", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Unterbrechung wichtiger Hilfe für Menschen mit Tuberkulose sei ein weiteres tragisches Beispiel für die mittelbaren Folgen der Corona-Pandemie.

Darüber hinaus seien möglicherweise mehr als 500.000 Menschen an Tuberkulose gestorben, weil ihre Krankheit nicht früh erkrannt worden sei, so die WHO. Das Problem einer Kluft zwischen offiziell an der Infektion Erkrankten und den erfassten Neuinfizierten sei zwar schon vor Covid-19 bekannt gewesen. "Die Pandemie hat die Situation massiv verstärkt", hieß es weiter. Tuberkulose bleibt laut WHO eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. Jeden Tag sterben den Angaben zufolge fast 4.000 Menschen an der Lungenkrankheit, täglich infizierten sich fast 28.000 Menschen damit.

Quelle: dpa


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