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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
18. März 2021

Trotz hoher Coronazahlen: Athen erwägt Lockerungen

Die griechische Regierung plant eine Lockerung des strengen Lockdowns, obwohl die Coronazahlen derzeit im Land so hoch sind wie nie zuvor. Hintergrund ist die Vermutung, dass gerade die strengen Maßnahmen zu einem Anstieg der Fälle führen, wie griechische Medien am Donnerstag berichteten. Am Freitag soll deshalb beim wöchentlichen Treffen des Corona-Krisenstabes der Regierung über die Abschaffung verschiedener Restriktionen entschieden werden.
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In der Kritik steht vor allem die Anweisung, sich nicht weiter als zwei Kilometern vom Wohnort entfernen zu dürfen. "Solche Verbote verschlimmern die Situation, weil sie die Zeit begrenzen, die die Menschen draußen an der frischen Luft verbringen", sagte Giannis Ioannidis, Epidemiologe an der Universität Stanford, am Donnerstag dem griechischen Fernsehsender Mega. Diese Meinung teilen viele seiner griechischen Kollegen: Die Einschränkungen hätten zur Folge, dass die Menschen sich zunehmend privat in Wohnungen träfen und einfache Maßnahmen wie die Abstandsregeln nicht mehr einhielten.

Die jetzige Kehrtwende hin zu Lockerungen wird von Premier Kyriakos Mitsotakis unterstützt. "Wir müssen ehrlich sein: Jeder ist müde", sagte er am Dienstagabend dem Sender CNN Greece. "Wir haben die Wirtschaftstätigkeit in den vergangenen vier bis fünf Wochen praktisch verboten, weil wir mit der dritten Welle gerechnet haben, die jetzt im Gange ist." Diese Welle wäre ohne Maßnahmen schlimmer ausgefallen, werde aber in den kommenden zwei Wochen abflachen. "Wir müssen klug sein und die Welt wieder aktiv werden lassen, ohne unsere zentrale Strategie im Umgang mit dem Virus zu beeinträchtigen. Das ist das Gleichgewicht, das wir erreichen wollen", sagte Mitsotakis.

Am Mittwoch hatte die griechische Gesundheitsbehörde 3.465 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Zahl der zu beatmenden Patienten stieg auf 630. Beide Werte sind die höchsten seit Beginn der Pandemie in Griechenland.

Quelle: dpa


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