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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. Februar 2017

Gesetz für Lohngerechtigkeit: wichtiger Schritt oder zahnloser Tiger?

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren Gesetzentwurf für mehr Transparenz bei den Gehältern als wichtigen Schritt für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen verteidigt. Viele Frauen erführen derzeit nur durch Zufall, dass Männer auf der gleichen Position besser bezahlt würden, sagte Schwesig am Donnerstag bei der ersten Lesung im Bundestag. Ein Anspruch auf Auskunft soll deshalb mehr Transparenz schaffen. "Es geht um die Anerkennung der Leistung von Frauen."
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Derzeit beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nach Schwesigs Angaben in Deutschland 21%. Dies liegt zum großen Teil daran, dass Frauen mehr Teilzeit und in generell schlechter bezahlten Jobs, etwa in Pflegeberufen, arbeiteten. Rechnet man diese Faktoren heraus, beträgt der Unterschied immer noch 7%.

Ein Auskunftsanspruch über die Kriterien der Bezahlung soll künftig in Betrieben ab 200 Beschäftigten gelten. Die Opposition kritisiert, dass damit weniger als die Hälfte aller Frauen in Betrieben erfasst würden. Auch Schwesig hatte ursprünglich den Auskunftsanspruch für alle Beschäftigten gewollt, das war mit der Union aber nicht zu machen.

Damit lasse Schwesig "die Mehrheit der Frauen im Regen stehen", sagte Cornelia Möhring für die Linksfraktion. Es wäre besser, wenn das Gesetz gar nicht vom Bundestag verabschiedet würde. Für die Grünen sagte Katja Dörner, der Gesetzentwurf sei ein "zahnloser Tiger". Er streue den Frauen "Sand in die Augen, weil nicht drin ist, was drauf steht."

Quelle: dpa


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