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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
18. Juni 2014

Track your Tracker: Analysetool macht versteckte Überwachung sichtbar

Nicht nur die Geheimdienste spionieren Verbrauchern im Internet nach, auch Unternehmen überwachen unser Verhalten. Auf vielen Internetseiten sind zahlreiche Tracker aktiv, von denen die Seitenbesucher in der Regel nichts wissen.

Auf welchen Internetseiten werden Nutzer am stärksten verfolgt?

Unter www.trackyourtracker.sit.fraunhofer.de können Internetnutzer jetzt prüfen, wie stark Tracker sie auf Internetseiten überwachen. Einfach Internetadresse eingeben und eine Datenbank des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt verrät, wie viele und welche Tracker auf der angefragten Seite aktiv sind. Neben weiteren Suchfunktionen liefert die Fraunhofer-Seite auch allgemeine Informationen zum Tracking und wie man sich vor dieser ungewollten Überwachung schützen kann.

Um die Informationen zur Verfügung zu stellen, analysiert Fraunhofer SIT regelmäßig mehr als 1600 Internetseiten. Auf vielen davon finden sich über 50 Tracker, denen der Seitenbetreiber ermöglicht, dort Daten zu sammeln. Oft werden die Informationen für Werbezwecke genutzt, ohne dass die Verbraucher dem zugestimmt haben. "Mit der Seite können sich Verbraucher bewusst machen, wie viele Tracker auf einzelnen Seiten eingebunden sind, und damit eine realistische Einschätzung bekommen, in welchem Umfang Informationen zu ihrem Online-Verhalten derzeit gesammelt werden", sagt Dr. Markus Schneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer SIT.

Um herauszufinden, wer die meisten Daten über das eigene Surfverhalten im Internet sammelt, gibt es unter anderem die Möglichkeit, mehrere Internetadressen einzugeben und herauszufinden, welche Tracker auf mehreren Seiten aktiv sind. "Wenn ich beispielsweise regelmäßig Seiten von drei Anbietern besuche und ein Tracker bei diesen Anbietern aktiv ist, dann kann er mich über die Seiten dieser Anbieter hinweg verfolgen. Die einzeln gewonnenen Informationen kann er dann verbinden und mein Verhalten viel genauer analysieren" sagt Schneider.

Neben weiteren Analysefunktionen bietet die Track-your-Tracker-Seite Video- und Textinformationen zu Online-Tracking und Schutzmöglichkeiten. Im März 2014 hat das Institut eine Studie veröffentlicht, in der die Bedrohungen und Risiken des Web-Trackings für Verbraucher und Unternehmen beschrieben werden. Die Studie kann unter www.sit.fraunhofer.de/wtr kostenlos heruntergeladen werden. Darüber hinaus bietet das Institut unter www.sit.fraunhofer.de/tpl einen kostenfreien Trackingschutz an. Die kostenfreien Angebote sind möglich, da diese Aktivitäten finanziell durch Microsoft unterstützt werden.
Weitere Informationen:
http://www.trackyourtracker.de

Quelle: Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT)


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