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Keytruda Pantumor
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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
13. Juli 2015

Tödliche Badeunfälle - Bayern seit elf Jahren trauriger Spitzenreiter

79 von 392 Menschen bundesweit sind im vergangenen Jahr in Bayern ertrunken. Der Freistaat ist damit seit elf Jahren trauriger Spitzenreiter in Deutschland. Auf den Plätzen folgten im Jahr 2014 Baden-Württemberg mit 52 und Nordrhein-Westfalen mit 49 tödlichen Badeunfällen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) in München mitteilt, sind sowohl in Bayern als auch bundesweit rund 12 Prozent weniger Menschen beim Badespaß ums Leben gekommen als im Vorjahr.

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Drei von vier Badeunfällen mit tödlichem Ausgang ereignen sich an zumeist unbewachten Flüssen und Seen. "Gerade bei den vielen Gewässern in Bayern gibt es eine große Anzahl von gefährlichen Badestellen", erklärt Christian Bredl, Leiter der TK im Freistaat. Besonders risikobereit und leichtsinnig scheinen die Männer zu sein. "Vier von fünf Opfer sind männlich", so Bredl weiter. Er rät gerade jetzt zu besonderer Vorsicht, denn: "Fast jeder zweite tödliche Badeunfall ereignete sich in den Monaten Juli und August." Die Badeunfallmeldungen der vergangenen Tage lassen vermuten, dass es auch dieses Jahr ähnlich sein wird.

Positiv sieht die TK, dass bundesweit die Zahl der ertrunkenen Kinder bis zum 15. Lebensjahr im vergangenen Jahr um fast die Hälfte von 34 auf 20 gesunken ist. Das ist der niedrigste Wert seit 2012. Dennoch ist jedes gestorbene Kind eines zu viel. Erwachsene Begleiter der Kids sollten stets aufmerksam sein, wenn die Kleinen im Wasser sind. Bredl appelliert an die Eltern, ihrem Nachwuchs so früh wie möglich das Schwimmen zu lernen.

Aber auch die Kommunen sind gefordert. Durch die zunehmende Schließung von Bädern können die Kinder immer weniger üben. Laut einer aktuellen Statistik der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), habe mittlerweile jede fünfte Grundschule keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad. Logische Folge ist, dass die Hälfte aller Schüler am Ende der Grundschule keine sicheren Schwimmer sind. Bredl appelliert hier an Städte, Gemeinden und Landkreise, allen Schulkindern ausreichende Möglichkeiten für den Schwimmunterricht zur Verfügung zu stellen.


Hintergrundinfos:

In Bayern gibt es 388 so genannte EU-Badgewässerstellen, die regelmäßig überwacht werden. Diese findet man im Internet unter www.lgl.bayern.de, Suchbegriff "Baden in Bayern"

Weitere Tipps für einen sicheren Badespaß unter www.tk.de, Suchbegriff "Badeunfälle vorbeugen"

Quelle: TK


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