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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. November 2015

TK: Finanzausgleich fördert Krankheit statt Prävention

Der größte Teil der Gesundheitsausgaben in Deutschland entfällt nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) auf die Behandlung sogenannter Zivilisationskrankheiten. Schätzungen gehen demnach von bis zu 70% aus. Zu den Zivilisationskrankheiten gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Rückenbeschwerden.

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Allen gemeinsam sei, "dass sie oft lebensstilbedingt und damit eigentlich vermeidbar sind - hervorgerufen durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Stress", teilte die TK am Mittwoch mit. Mit besserer Prävention, also mit einer gesünderen Lebensweise lasse sich viel dagegen tun.

Allerdings würden die Anreize im Gesundheitssystem falsch gesetzt. Im Finanzausgleich zwischen den Kassen, dem sogenannten Morbi-RSA, sei es finanziell besonders attraktiv, möglichst viel Krankheit zu dokumentieren. Denn je mehr Krankheiten eine Kasse bei ihren Versicherten nachweisen könne, umso mehr Geld erhalte sie aus dem Gesundheitsfonds. Das bedeute, dass diejenigen Kassen finanziell bestraft würden, die sich zum Beispiel darum kümmerten, dass sich die Zuckerkrankheit eines Versicherten nicht verschlechtere, erläuterte TK-Chef Jens Baas.


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