Freitag, 6. August 2021
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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

Therapeuten fordern mehr Geld für Trauma-Behandlung von Flüchtlingen

Die psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in Baden-Württemberg fordern mehr Geld für die Behandlung von traumatisierten Asylsuchenden. "Wir brauchen mehr Landes- und Bundesmittel, um den gestiegenen Bedarf zu decken", sagte Manfred Makowitzki vom Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm am Montag.

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Die Wartezeit für eine Behandlung habe sich aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen auf zehn Monate verdoppelt. Bis zu 40% der Flüchtlinge leiden nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer an einem posttraumatischen Belastungssyndrom. Psychologische Hilfe wird oft von Vereinen und kirchlichen Trägern organisiert. Doch den Einrichtungen brechen EU-Fördermittel weg und der Zugang zum deutschen Gesundheitssystem ist schwierig. Leistungen können nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden.

"40% unserer Patienten sind Folteropfer", berichtete Makowitzki. Die meisten kämen aus Nigeria, dem Mittleren Osten, Tschetschenien und Afghanistan. "Wir hatten noch nie so viele auf der Warteliste", sagte er. "Und die Welle, die jetzt kommt, spüren wir noch gar nicht."

"Mit dem Personal, das wir jetzt haben, schaffen wir das nicht", sagte Dieter David, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle für politisch Verfolgte und Vertriebene in Stuttgart. 500 Flüchtlinge werden dort derzeit behandelt. "Sie kommen hier an, fühlen sich zuerst in Sicherheit und dann beginnen die Schlägereien in den Unterkünften, dann brechen die Traumen aus", berichtete David.


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