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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

13. November 2020 Spahn verteidigt Teil-Shutdown – Lindner fordert Alternativen

Ein besonderer Schutz für Corona-Risikogruppen kann nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht den derzeit geltenden Teil-Shutdown ersetzen. "Das ist keine Alternative, die Risikogruppen zu schützen oder jetzt die Zahlen im November runterzubringen – beides muss passieren", sagte Spahn am Freitagmorgen im ARD-"Morgenmagazin".
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FDP-Chef Christian Lindner hatte zuvor ebenfalls im "Morgenmagazin" erneut den Teil-Shutdown kritisiert. Auch in der Sendung "Frühstart" der Fernsehsender RTL und ntv schlug er alternative Maßnahmen vor. Man könne zum Beispiel besonders wirksame FFP2-Masken in Apotheken kostenlos an Ältere und Vorerkrankte verteilen lassen.

Lindner zweifelte zudem daran, dass die Schließung gastronomischer Betriebe sinnvoll sei. "Das hat keinen Effekt auf die Pandemie, zumindestens keinen größeren Effekt auf die Pandemie im Verhältnis zu dem Schaden, der entsteht", sagte er in der ARD. Zu den Bereichen, in denen es kein Infektionsgeschehen gegeben habe, gehöre auch die Gastronomie, "wo auf Hygiene und Abstand geachtet werden kann".

Einer Studie von Forschern der US-Universität Stanford zufolge passiert ein Großteil der Coronavirus-Infektionen hingegen wahrscheinlich auch in Restaurants und Cafés. Die Forscher kamen allerdings auch zu dem Ergebnis, dass die Infektionen dort deutlich gesenkt werden könnten, wenn Restaurants nicht voll ausgelastet würden.

Mit Blick auf die seit Anfang November geltenden Beschränkungen sagte Gesundheitsminister Spahn, es sei noch zu früh, die Auswirkungen zu bewerten. "Wir sehen in den Zahlen, das Maßnahmen zeitverzögert wirken. Und jetzt sind gerade einmal zehn Tage her, seitdem die neuen Maßnahmen in Kraft getreten sind." Die Ausbreitung des Virus steigere sich zwar weniger stark. "Aber wir müssen runter. Da sind wir eben noch nicht, wo wir hinmüssen."

Quelle: dpa


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