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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. Juli 2015

Techniker Krankenkasse: Wie Bayerns Jugend im Netz surft

Neun von zehn befragten Mütter und Väter in Bayern meinen, ihre Kinder nutzen das Internet hauptsächlich für die Schule. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Allerdings vermuten die Eltern auch, dass Chatten mit Freunden und die Mediennutzung, also Videos angucken und Musik hören bei ihren 12- bis 17-jährigen Kindern fast genauso oft genutzt wird.

"Der Austausch mit Freunden, Videos schauen und Musik hören hatte bei jungen Menschen immer schon einen hohen Stellenwert. Nur der Kanal hat sich bei der 'Jugend 3.0' ins Netz verlagert", sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung in Bayern. "Das bedeutet aber auch, dass sie insgesamt mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen." Gesundheitsexperten empfehlen mindestens eine Stunde Bewegung am Tag. Bredl: "Das schafft in Bayern gerade einmal jeder dritte Jugendliche, bundesweit ist es sogar nur jeder Vierte."

Nur jeder Vierte lässt nicht altersgerechte Internetseiten sperren
 

Sechs von zehn Eltern vertreten laut der Studie die Meinung, dass die sozialen Netzwerke für die Kinder ein unverzichtbares Medium sind, um Schule und Freizeit zu organisieren. Gleichzeitig haben aber vier von zehn bayerischen Eltern die Sorge, dass das eigene Kind im Internet schlechte Erfahrungen macht. Dazu zählen Mobbing, Belästigungen oder Betrugsversuche. 36% der Mütter und Väter haben auch Angst, dass ihre Kinder Inhalte im Netz sehen wie Gewalt und Sex, die für ihr Alter ungeeignet sind. Bredl: "Jedoch hat nur jeder Vierte in Bayern nicht altersgerechte Internetseiten sperren lassen, so dass die Kinder, diese nicht alleine aufrufen können."

Ein Viertel der Eltern weiß nicht, was ihr Kind im Netz macht
 
Nicht nur mit Lernen und Chatten, sondern auch mit Spielen verbringen die Jugendlichen laut ihrer Eltern die Zeit im Internet. Online-Spiele sind über alle Altersgrenzen hinweg beliebt - allerdings stärker bei Jungen (65 Prozent) als bei Mädchen (35%). Auffällig ist, dass über die Hälfte der Eltern von 12- bis 13-Jährigen ihre Kinder online spielen lässt. Dabei kontrollieren nur drei von zehn, wo ihre Kinder im Internet unterwegs sind. "Bedenklich ist auch", so TK-Leiter Bredl, "dass ein Viertel der befragten Eltern nicht weiß, was ihr Kind im Netz so alles macht." Deshalb sei es enorm wichtig, die Medienkompetenz der jungen Menschen zu fördern. Mit dem Film "Jugend 3.0 - mit Sicherheit ins Netz", den es kostenlos zum Herunterladen oder auf DVD gibt, will die TK hierbei Mütter und Väter unterstützen.

Drei Stunden Internet am Tag - 48 Minuten davon für die Schule
 

Doch was sagen eigentlich die Jugendlichen selbst über ihre Online-Nutzung? In der "JIM-Studie" hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren befragt. Das Ergebnis: Die meiste Zeit verbringen sie mit Kommunikation, insbesondere in Online-Communities. Von den 179 Minuten täglich sind sie lediglich 48 Minuten für die Schule im Netz.

"Viele der bayerischen Eltern bemerken bereits die Auswirkungen der intensiven Mediennutzung", fasst Bredl zusammen. "Jeder sechste beschreibt, dass sein Abkömmling durch die viele Zeit im Internet Freunde und Hobbys vernachlässigt und genauso viele befürchten, ihr Kind zeige bereits Anzeichen von Online-Abhängigkeit."

Der Film "Jugend 3.0 - mit Sicherheit ins Netz" kann unter www.tk.de, Webcode 656684 angesehen werden. Die begleitende Broschüre "Jugend 3.0 - abgetaucht nach Digitalien?" steht zum kostenlosen Download unter Webcode 657920 bereit. Die DVD mit Begleitbroschüre kann auch kostenlos unter E-Mail: lv-bayern@tk.de oder telefonisch: 089 - 490 69-621 bestellt werden.

Quelle: Techniker Krankenkasse


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