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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
22. März 2017

Marburger Bund: Tarifeinigung mit Helios Kliniken

Der Marburger Bund und die Helios Kliniken Gruppe haben sich in der dritten Runde ihrer Verhandlungen in Berlin auf einen neuen Tarifabschluss für die rund 5.600 Ärztinnen und Ärzte der 35 Akutkliniken geeinigt, die zum Geltungsbereich des Helios-Konzerntarifvertrags für Ärzte gehören. Die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte erhöhen sich in zwei Schritten um insgesamt 4,9%: Rückwirkend zum 1. Januar 2017 steigen die Ärztegehälter linear um 2,3%, ab 1. Januar 2018 kommt eine weitere Erhöhung um 2,6% hinzu. Außerdem verständigten sich die Tarifparteien auf Steigerungen der Stundenentgelte für Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienste sowie Sonntags-, Vorfeiertags- und Feiertagsarbeit. Die Tarifeinigung der Verhandlungskommissionen steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifkommission des Marburger Bundes.
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Die Regelung für die Bereitschaftsdienstentgelte beinhaltet neben einer Anhebung der einzelnen Werte auch die Einführung zusätzlicher Erfahrungsstufen im Hinblick auf die Stundenentgelte. Die Stundenentgelte für die übrigen Dienstformen werden rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,3% und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,6% erhöht. Die Zulage für Rettungsdiensteinsätze wird rückwirkend zum 1. Januar 2017 auf 22,50 € und zum 1. Januar 2018 auf 23,50 € erhöht.

„Das Gesamtpaket ist vertretbar, auch wenn sich Helios in wichtigen Einzelfragen einer fortschrittlichen Tarifpolitik verweigert hat. So war es nicht möglich, zusätzliche Stufen in den Entgeltgruppen der Oberärzte zu vereinbaren. Helios setzt sich damit weiter von den meisten anderen Tarifbereichen ab, in denen deutliche Entwicklungsperspektiven auch für erfahrene Oberärzte und leitende Oberärzte vorgesehen sind. Diese Verweigerungshaltung wird sich mittelfristig zum Problem bei der Rekrutierung von Leistungsträgern auswachsen“, sagte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.

Quelle: Marburger Bund Bundesverband


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