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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
23. März 2018

Studie zu Mindestlohn: Kassen und Beschäftigte um Milliarden geprellt

Arbeitnehmern und Sozialkassen entgehen einer Studie zufolge Milliarden-Beträge, weil Firmen den Mindestlohn unterlaufen. "Endlich die Kontrollen zu verbessern, ist also von höchstem öffentlichen Interesse", forderte Dr. Toralf Pusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung laut einer Mitteilung vom Donnerstag in Düsseldorf. Demnach summierten sich im untersuchten Jahr 2016 entstandene Lohnausfälle von Arbeitnehmern und Mindereinnahmen der Sozialversicherung auf rund 7,6 Milliarden Euro.
Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag darüber berichtet. Nach den WSI-Zahlen haben 2016 rund 2,2 Millionen Beschäftigte weniger als den Mindestlohn erhalten, obwohl er ihnen zustand. Das seien 8% aller Arbeitnehmer in Deutschland. Besonders häufig sind Frauen und Arbeitnehmer in Ostdeutschland der Studie zufolge die Opfer. Hinzu kämen Umgehungen von allgemeinverbindlichen Branchenmindestlöhnen, so am Bau oder in der Altenpflege.

Quelle: dpa


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