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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
30. Juli 2013

Studie: Sportverweigerer auf dem Vormarsch

Sportmuffel sind in Deutschland inzwischen in der Mehrheit. Mehr als jeder zweite Befragte gab in einer Forsa-Umfrage an, gar nicht oder kaum sportlich aktiv zu sein, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Berlin mitteilte. Vor sechs Jahren sei die Gruppe der Freizeitsportler mit 56% noch größer gewesen als die der Trägen.

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"Eine ganze Bevölkerungsgruppe scheint sich immer weiter von der Bewegung abzukoppeln", warnte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Für die Studie "Beweg Dich, Deutschland" wurden rund 1.000 Personen ab 18 Jahren zu ihrem Bewegungsverhalten bei der Arbeit und in der Freizeit befragt.

Bewegungsflaute herrscht vor allem bei den 36- bis 45-Jährigen. Dies könnte den Autoren zufolge ein Zeichen dafür sein, dass diese Altersgruppe einfach zu wenig Zeit hat. An Kindern oder der Arbeit allein könne das allerdings nicht liegen: Die Anteile der Sportverweigerer mit und ohne Kinder halten sich die Waage. Und je höher das Einkommen, desto sportlicher sind die Befragten.

Zufrieden sind die Sportverweigerer nur selten. Viele würden ihre Situation gern ändern. Fast jeder Zweite gab an, sich "einfach nicht aufraffen" zu können. Übergewicht und Zeitmangel sind weitere Gründe für die Abstinenz. Außerdem kennen viele Sportverweigerer kaum jemanden, der Sport treibt. Zu beobachten ist das vor allem auf dem Lande.

Laut Sportstudioverband DSSV sind 7,8 Millionen Menschen Mitglied in einem der etwa 7000 Fitness-Center. "In den nächsten sechs bis sieben Jahren rechnen wir mit bis zu 12 Millionen Mitgliedern", sagt Geschäftsführer Refit Kamberovic. TK-Vorstand Baas bezweifelt, dass jeder auch regelmäßig hingeht. "Die Anmeldung im Fitnesscenter hat eine gewisse Entschuldigungsfunktion."

Die Unverbindlichkeit in den Studios führe dazu, dass viele nach wenigen Wochen bereits wieder auf der heimischen Couch liegen, sagt auch Despeghel. Besser sei eine Mitgliedschaft im Verein: "Dort ist der Trainingszeitpunkt festgelegt, die Gruppe wartet, man macht etwas gemeinsam". Über einen Mitgliederschwund können sich die 91.000 Sportvereine jedenfalls nicht beklagen: 27,8 Millionen Menschen waren dort im vergangenen Jahr organisiert - 100.000 mehr als im Vorjahr.


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