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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
12. September 2016

Studie: Schlechte Stimmung im Unternehmen gefährdet die Gesundheit

Leistung ohne Lob, Druck statt Motivation - schlechte Behandlung durch den Chef ist nicht nur unangenehm. Eine neue Studie zeigt: Es drohen auch ernste gesundheitliche Risiken. Mit schlechter Unternehmenskultur gefährden Arbeitgeber laut der AOK die Gesundheit der Beschäftigten. Mitarbeiter, die in ihrem Betrieb eine schlechte Stimmung erleben, sind deutlich unzufriedener mit ihrer eigenen Gesundheit und leiden häufiger unter körperlichen und psychischen Beschwerden, wie aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervorgeht, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

Als wichtig für eine gute Unternehmenskultur sehen die Beschäftigten demnach unter anderem die Unterstützung durch die Chefs und einen guten Führungsstil an. Insgesamt erleben nur 55% der Mitarbeiter, dass der Arbeitgeber hinter ihnen steht. Lediglich die Hälfte der Beschäftigten wird der Umfrage zufolge für gute Arbeit gelobt. Von eigenem Einfluss auf wichtige Entscheidungen berichten zwei von fünf Mitarbeitern.

Jeder Vierte, der seine Unternehmenskultur als schlecht bewertet, ist auch mit der eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei den Befragten, die ihr Unternehmen positiv sehen, ist es nur etwa jeder Zehnte. Eine vom Beschäftigten als schlecht erlebte Unternehmenskultur könne als gesundheitliches Risiko identifiziert werden, sagte der Vize-Geschäftsführer des WIdO, Helmut Schröder.

Ist die Stimmung im Unternehmen mies, berichten 67% der Befragten über körperliche Beschwerden. Bei positiv erlebter Unternehmenskultur sind es 32%. Über psychische Beschwerden klagen 65% der Mitarbeiter in Firmen mit schlecht erlebter Kultur - bei den Firmen mit guter Stimmung sind es nur 36%.

Bei einer schlecht bewerteten Unternehmenskultur hat laut AOK nahezu jeder dritte Beschäftigte im vergangenen Jahr mehr als zwei Wochen im Betrieb gefehlt. Bei einer positiv erlebten Unternehmenskultur war es nur etwa jeder Sechste.

Unabhängig von dieser Befragung zur Unternehmenskultur zeigt der AOK-Fehlzeiten-Report einen leichten Anstieg des Krankenstands der knapp zwölf Millionen AOK-Versicherten im Jahr 2015. Jeder Beschäftigte fehlte im Schnitt 19,5 Tage mit Attest im Betrieb. Demnach sind Atemwegserkrankungen für die geringfügige Zunahme der Fehlzeiten im vergangenen Jahr verantwortlich.

Quelle: dpa


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