Dienstag, 27. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Canakinumab
Canakinumab
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. September 2015

Studie: Ältere Beschäftigte oft motivierter im Job

Die Deutschen stehen im Ruf, fleißig zu sein. Die meisten Beschäftigten gehen laut einer Studie auch motiviert zur Arbeit. Doch es zeigt sich: Zufriedenheit im Job ist auch eine Frage des Alters.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 

Ältere Arbeitnehmer sind einer Untersuchung zufolge im Job oft mit mehr Herzblut bei der Sache als ihre jüngeren Kollegen. Während nur 26% der unter 20-Jährigen und 32% der 21- bis 30-Jährigen angaben, "hochmotiviert" bei der Arbeit zu sein, lag der Anteil der 61-Jährigen oder älteren Beschäftigten bei 40%. Dies ist ein Ergebnis der am Donnerstag veröffentlichten "Jobstudie 2015" der Beratungsfirma Ernst & Young.

Für die Analyse befragte das Marktforschungsinstitut Valid Research 2212 Arbeitnehmer in Deutschland. Im Schnitt waren 34% der Befragten "hochmotiviert" und immer noch 50% "motiviert".

"Die sehr niedrige Motivation der jüngeren Arbeitnehmer ist ein Alarmsignal", sagt Ana-Cristina Grohnert von Ernst & Young (EY). Notwendig seien mehr Flexibilität und ein stärkeres Eingehen auf individuelle Lebensentwürfe der Beschäftigten. "Gefragt sind Führungskräfte, die sich immer weniger als der "klassische Chef", sondern mehr als Mentor verstehen."

Dabei ist der Befragung zufolge ein gutes Verhältnis zu Kollegen am wichtigsten, vor einer spannenden Tätigkeit und dem Gehalt. 89% der Teilnehmer glauben zudem, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Erfolg ihrer Firma leisten. 82% sehen sich ausreichend gewürdigt.

Ältere Arbeitnehmer bleiben laut einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen außerdem deutlich länger in ihren Jobs als noch vor einigen Jahren. Danach arbeiteten etwa Beschäftigte des Jahrgangs 1948 im Schnitt 1,9 Jahre länger als die 1940 Geborenen. Ob dies an hoher Motivation oder etwa finanziellen Zwängen liegt, geht aus der Untersuchung allerdings nicht hervor.

Die Mehrheit der jüngeren Arbeitnehmer ist trotz ihrer geringeren Motivation "generell zufrieden" mit ihrem Job. Mit 61% ist der Anteil der Zufriedenen bei den unter 20-Jährigen fast so hoch wie bei den über 61-Jährigen mit 68%.

Am niedrigsten ist die Zufriedenheit bei den 31- bis 40-Jährigen (50%). Im Durchschnitt sind 56% der Arbeitnehmer generell zufrieden mit ihrem Job, 38% zumindest "eher zufrieden".

Wenig überraschend: Geld spielt bei Motivation und Zufriedenheit auch eine Rolle. Als "hochmotiviert" bezeichnen sich 64% derjenigen, die mehr als 100 000 Euro jährlich verdienen.

Der Anteil der "grundsätzlich Zufriedenen" ist mit 63% in der Einkommensklasse zwischen 81 000 und 100 000 Euro am höchsten. Am wenigsten Zufriedene finden sich bei einem Jahresgehalt von weniger als 20 000 Euro.

Frauen sind trotz weniger Geld zufriedener: Der durchschnittliche Jahresverdienst lag bei Männern bei 42 000 Euro, bei Frauen bei 33 100 Euro. Gleichzeitig ist der Anteil der "Zufriedenen" bei den Frauen mit 59% aber höher als bei den Männern mit 52%. Auch bei der Motivation liegen die Frauen (37% "hochmotiviert") vor den Männern (32%).

Quelle:


Anzeige:
Kyprolis
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie: Ältere Beschäftigte oft motivierter im Job"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose