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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
27. September 2012

Streit um neuen Organspende-Verdacht in München

Neuer Verdacht auf Manipulationen bei der Organvergabe: Jetzt sind Prüfer in München auf Auffälligkeiten gestoßen. Ärztekammer und Politik ringen um die Frage: Wer kann die Ärzte kontrollieren?

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In der Debatte um Manipulationen bei der Vergabe von Spenderorganen ist nun auch das Krankenhaus Rechts der Isar in München unter Verdacht geraten. Der Ärztliche Direktor Reiner Gradinger räumte am Donnerstag Auffälligkeiten in einzelnen Fällen ein: «Wir haben insbesondere Unstimmigkeiten bei Angaben zur Dialyse sowie bei Laborwerten festgestellt», sagte er. Er berief sich dabei auf den Bericht einer internen Arbeitsgruppe, die ab 6. August 163 Lebertransplantationen untersucht hatte. Hinweise auf aktive Manipulationen sieht das bayerische Wissenschaftsministerium derzeit jedoch nicht.

Die Staatsanwaltschaft in München prüft zudem, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegt, und hat einen Gutachter eingeschaltet. Den von Ärztekammerpräsident Frank-Ulrich Montgomery gezogenen Vergleich mit Fällen in Göttingen und Regensburg wies die Behörde zurück: Die Ermittler könnten diese Aussage nach derzeitigen Feststellungen nicht bestätigen, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. In Göttingen und Regensburg soll ein Oberarzt Labordaten seiner Patienten gefälscht haben, damit diese schneller eine neue Leber bekamen.

Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht. Zuerst müsse der medizinische Gutachter den Fall abschließend bewerten, sagte Steinkraus-Koch. Untersucht wird auch eine Strafanzeige des Klinikums gegen Unbekannt wegen übler Nachrede. Damit wehrt sich die Klinik gegen ein anonymes Schreiben an das Wissenschaftsministerium, in dem Unregelmäßigkeiten bei Organtransplantationen angeprangert wurden. Dieses Schreiben sei eingegangen, nachdem man mit der internen Untersuchung begonnen habe, erläuterte Gradinger.

Das Krankenhaus wollte mit der internen Untersuchung auf die Vorfälle in Göttingen und Regensburg reagieren. Die Ergebnisse seien am 24. August an die Bundesärztekammer und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Gradinger betonte, dass die Klinik die Transplantationen aus eigenem Antrieb untersucht habe und nicht auf Druck von außen. Dies bestätigte auch Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP).


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