Mittwoch, 16. Juni 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Canakinumab
Canakinumab
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
17. März 2021

Hartmannbund: Stärkung des ÖGD dringend erforderlich

Die Arbeitskreise III (Öffentliche Gesundheitsdienste) und V (Assistenzärzte) des Hartmannbundes fordern Bund, Länder und Kommunen aufgrund der deutlichen strukturellen Defizite des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) auf, jetzt endlich die Reform der Infra-, Personal- und Tarifstruktur umzusetzen.
Anzeige:
Verzenios Webinar
 
Die aktuelle COVID-19-Pandemie verdeutliche eindrücklich die zentrale und tragende Rolle des ÖGD in der Sicherstellung der Bevölkerungsgesundheit in Deutschland. Als Konsequenz hatten Bund und Länder im Sommer 2020 im „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ beschlossen, den ÖGD in Deutschland langfristig und substanziell auf allen Ebenen zu stärken. Inhalt des Paktes ist u. a. die Schaffung von bundesweit 5.000 zusätzlichen Stellen in den ÖGD-Gesundheitsberufen.

Seiner Schlüsselrolle werde der ÖGD auf Dauer aber nur gerecht werden können, wenn die öffentlichen Arbeitgeber die Leistung der ÖGD-Gesundheitsberufe gebührend anerkennen. „Der ÖGD ist für Ärztinnen und Ärzte ein eher unattraktives Fachgebiet, da es bisher keine, dem Krankenhaus annähernd äquivalente Tarifierung gibt. Deshalb fordern wir die Tarifparteien auf, zeitnah an den Verhandlungstisch zurückkehren und diese Ungerechtigkeit zu beenden“, erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises „Assistenzärzte im Hartmannbund“, Dr. Sebastian Gassner. Der Öffentliche Gesundheitsdienst stelle ein urärztliches und gleichzeitig abwechslungsreiches Tätigkeitsspektrum dar. Aus Sicht des Hartmannbundes muss es nun die oberste Pflicht aller Beteiligten sein, durch Nachwuchsförderung und attraktive Arbeitsbedingungen diesen Pfeiler des deutschen Gesundheitswesens wieder zu dem zu machen, was er einmal war.

Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.


Das könnte Sie auch interessieren
Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
Junge+Krebspatienten%3A+Ausbildung+und+Familie%2C+aber+auch+Angst+und+Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren...

Krebs und Kinderwunsch – Was ändert sich durch die Richtlinie des G-BA?
Krebs+und+Kinderwunsch+%E2%80%93+Was+%C3%A4ndert+sich+durch+die+Richtlinie+des+G-BA%3F+
©Destina - stock.adobe.com

Im Mai 2019 wurde die Erhaltung der Fruchtbarkeit für junge KrebspatientInnen per Gesetz zur Kassenleistung. Geändert hat sich für die Betroffenen aber bisher nichts, wenn ihnen die Kassen nicht freiwillig entgegenkommen. Es fehlte die zum Gesetz gehörende Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). 19 Monate nach dem Gesetz ist sie jetzt in Kraft getreten. Leider ist der Weg bis zur Routine-Finanzierung immer...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hartmannbund: Stärkung des ÖGD dringend erforderlich"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose
  • Hochrisiko-MDS und AML: Sabatolimab + Decitabin/Azacitidin zeigt in Phase-I-Studie anhaltende Remissionen bei guter Verträglichkeit
  • PNH: Neuer oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt in Phase-II-Studie Wirksamkeit in der Erstlinie