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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. November 2019

Sozialverbände fordern mehr Geld für Altenpflege

Angesichts deutlich steigender Eigenanteile von Pflegebedürftigen in Heimen fordern die Gewerkschaft Verdi und Sozialverbände eine breitere Finanzierung der Pflegeversicherung. "Die Bundesregierung darf nicht länger ignorieren, dass es einen extremen Handlungsdruck gibt", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler am Montag in Berlin. AWO-Chef Wolfgang Stadler sagte, es müsse Schluss sein mit der Zwickmühle, dass eine bessere Bezahlung in der Pflege immer zu höheren Eigenanteilen führe.
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Dabei ist vorgezeichnet, dass künftig mehr Geld für Pflegekräfte fließt. Derzeit verhandelt Verdi mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) einen Tarifvertrag für die Branche, den Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für allgemeinverbindlich erklären will. Bühler bekräftigte das Ziel, "in diesem Jahr zu einem Ergebnis zu kommen". Über die mögliche Höhe künftiger Pflegelöhne wollte Bühler keine Angaben machen. Derzeit gilt der Pflegemindestlohn in Höhe von 11,05 Euro im Westen und 10,55 Euro im Osten, allerdings für Pflegehilfskräfte.

Maria Loheide, Vorstand der Diakonie Deutschland, forderte im Einklang mit Verdi und AWO eine Pflegevollversicherung unter Einbeziehung von Kapitaleinkünften und Mieten. Die steigenden Pflegekosten müssten voll abgedeckt werden, forderte Loheide. Die Alternativen seien: "Entweder steigen die Eigenanteile, oder man findet Pflegekräfte, die das sehr günstig machen, oder man setzt darauf, dass Nachbarn und Angehörige es kostenlos machen." Stadler forderte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, zu einer schnellen Lösung der Kostenfrage zu kommen.

Quelle: dpa


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