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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Juni 2017

Paritätischer: Deutschland entfernt sich von sozialer Marktwirtschaft

Wegen Armut bei Millionen Menschen entfernt sich Deutschland aus Sicht des Paritätischen Gesamtverbands immer weiter von den Werten der sozialen Marktwirtschaft. Kernelemente dieser seien, dass gesellschaftlicher Reichtum gerecht verteilt werde und sozialer Aufstieg möglich sei, sagte der Verbandsvorsitzende Rolf Rosenbrock am Dienstag in Berlin. In Wahrheit würden Ungleichheit und die Blockade von Aufstiegschancen aber den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben. "Für große Teile der Bevölkerung droht die Abstiegsgesellschaft."
Der Anteil der Menschen, die trotz Arbeit arm seien, sei auf fast 10% gestiegen. Zwischen 1998 und 2013 hätten nur die obersten zehn Prozent der Haushalte ihren Anteil am Vermögen ausweiten können, nämlich von 45 auf 52%. 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche seien arm, so der Verband. Er bezieht sich dabei auf eine offizielle Statistik, die die Betroffenen allerdings lediglich als von Armut gefährdet einstuft.

Armut führe bei Minderjährigen oft zum Besuch einer niedrigeren Schulart - auch weil Eltern höhere Kosten im Fall eines Abiturs scheuten. Insbesondere Mädchen werde ein höherer Abschluss deshalb oft verwehrt. "Da tritt ein sehr altes Muster wieder zutage", sagte Rosenbrock. Nötig seien unter anderem mehr Geld für die Bildung vor allem von Benachteiligten, öffentlich geförderte Arbeitsplätze, eine Stärkung des Arbeitslosengeldes, so dass Arbeitslose weniger schnell in Hartz IV fielen. Dafür müssten eine Vermögenssteuer eingeführt und die Erbschaftssteuer ertragreicher ausgestaltet werden.

Quelle: dpa


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