Freitag, 23. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lonsurf
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
31. Oktober 2014

Smartphones: sauberer als gedacht

Smartphones sind weit weniger Bakterienschleudern als befürchtet. Mit einem Alltagstrick bekommt man die Keimbelastung sogar noch besser in den Griff. Ein Forscherteam rund um Prof. Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen, konnte zeigen, dass entgegen anders lautender Horrormeldungen aus dem Internet Smartphone-Touchscreens nur mäßig mit Mikroorganismen belastet sind.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

In einer jetzt veröffentlichten Studie (DOI: 10.1007/s12223-014-0350-2) bestimmten die Forscher die durchschnittliche Gesamtkeimzahl auf den Touchscreens von Smartphones mit rund einem Keim pro Quadratzentimeter. Dies sind gut 100 Mal weniger Mikroben als man auf der menschlichen Hand oder auch auf dem häuslichen Toilettensitz findet, der gerne als abschreckender Vergleich herangezogen wird.

Allerdings wurden in der Studie auch potentielle Krankheitserreger auf den Touchscreens entdeckt. So wurden z.B., wenn auch in geringen Mengen, Fäkalbakterien wie Escherichia coli nachgewiesen. 50% der sicher identifizierten Arten gehörten zur Risikogruppe 2, das heißt sie waren potentiell pathogen. Zur hygienischen Reinigung empfehlen die Forscher entweder saubere Mikrofasertücher oder - noch besser - alkoholische Brillenputztücher, die die Keimzahl um bis zu 96% reduzieren können. Die Hersteller von Mobilgeräten raten allerdings meist nur zur trockenen Reinigung. Damit lassen sich jedoch lediglich 80% der Keime entfernen, zeigte die Studie.

Aus der Studie hat sich zudem eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Zeiss Vision International GmbH aus Aalen zum Thema Reinigung und Hygiene von Oberflächen ergeben. Das Thema Haushaltshygiene und die Mikrobiologie von Gebrauchsgegenständen gehören zu den Hauptarbeitsgebieten von Professor Egert.

Quelle: Hochschule Furtwangen


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Vom Telemedizin-Netzwerk bis zur Ersthelfer-App: Medizintrends mit Zukunft

Die Deutschen werden immer älter. Chronische Leiden wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen künftig das Gesundheitssystem auf die Probe. Medizinforscher und Gesundheitsexperten aller Branchen arbeiten längst unter Hochdruck an neuen Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. In die Karten spielen ihnen dabei die Digitalisierung und der Trend zur Vernetzung im Gesundheitswesen. Das zeigt auch der Wettbewerb...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Smartphones: sauberer als gedacht"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.