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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
19. November 2015

Sichere Informationstechnologie: Jetzt kommt die "Volksverschlüsselung"

Die Deutsche Telekom und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT bieten künftig eine einfache Möglichkeit zur Verschlüsselung von E-Mails für jedermann an. Dies haben die beiden Partner im Rahmen des IT-Gipfels in Berlin bekanntgegeben. Die Volksverschlüsselung ist eine Entwicklung von Fraunhofer, die Deutsche Telekom betreibt die Lösung in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum.

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Die Software ist besonders benutzerfreundlich, soll im ersten Halbjahr 2016 verfügbar sein und wird nach ihrem Start sukzessive ausgebaut und erweitert.

"Die Volksverschlüsselung ist kostenlos, unkompliziert und transparent. Für uns das beste Werkzeug, um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails in der breiten Bevölkerung zu verankern. Mit jedem Entwicklungsschritt der Software wollen wir die Volksverschlüsselung für weitere Nutzer zugänglich machen und damit die Nutzerbasis verbreitern", sagt Dr. Thomas Kremer, Datenschutzvorstand der Deutschen Telekom.

Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT: "Mit der Volksverschlüsselung setzen wir die Prinzipien "Security by Design" und "Usability by Design" in die Praxis um. Beide haben in jeder Phase des Entwurfs eine wichtige Rolle gespielt. Durch die Volksverschlüsselung wollen wir kryptografische Methoden, die in der Forschung etabliert sind, endlich allen Menschen zugänglich machen. Als Institut der Fraunhofer-Gesellschaft sehen wir das als Teil unseres gesellschaftlichen Auftrags an."

Mit der Volksverschlüsselung erfüllen Fraunhofer und die Telekom ein Bekenntnis zur Stärkung einer vertrauenswürdigen Kommunikation, das Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden mit einer gleichnamigen Charta im Rahmen des IT-Gipfels abgeben. Die Charta war in der Fokusgruppe "Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft" des IT-Gipfels entwickelt worden.

Die Volksverschlüsselung ist eine Software, die sowohl die notwendigen Verschlüsselungsinformationen generiert, als auch die E-Mailprogramme der Benutzer entsprechend vorkonfiguriert. Für die eigentliche Verschlüsselung brauchen die meisten Nutzer kein neues Programm, denn die meisten E-Mailprogramme können von Haus aus verschlüsseln, wenn entsprechende Schlüssel vorhanden sind. Somit können selbst unerfahrene Nutzer verschlüsselte E-Mails verschicken.

Mit der Volksverschlüsselung können im ersten Schritt Windows-Nutzer über E-Mailprogramme wie Outlook oder Thunderbird verschlüsselt per E-Mail kommunizieren. In weiteren Schritten sind Versionen für Mac OS X, Linux, iOS und Android geplant. Die Software unterstützt zunächst den S/MIME-Standard, in einem nächsten Schritt wird sie zusätzlich OpenPGP unterstützen. Fraunhofer wird den Quellcode nach Veröffentlichung der Software allgemein zur Verfügung stellen. So können sich Experten selbst davon überzeugen, dass die Volksverschlüsselung keine Hintertüren hat.

Die Volksverschlüsselung erzeugt kryptografische Schlüssel direkt auf dem Endgerät des Nutzers. Diese privaten Schlüssel verbleiben ausschließlich in der Hand des Nutzers und befinden sich zu keiner Zeit in den Händen des Betreibers der Infrastruktur. Zur Nutzung der Verschlüsselung genügt die Installation der Software und eine einfache, sichere Identifikation. Im ersten Schritt erfolgt die Authentifizierung über die etablierten Anmeldeverfahren der Deutschen Telekom oder mithilfe des elektronischen Personalausweises. Später sind weitere Verfahren zur sicheren Identifikation geplant.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie


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